Ford Mustang Shelby GT350R.
Voll auf Rennstreckeneinsatz gebürstet: Ford Mustang Shelby GT350R.

Rennstrecken-Mustang mit Straßenzulassung

Ford bringt zum Herbst 2015 mit dem Shelby GT350R eine besonders wilde Pisten-Granate

Köln, 30.04.2015 – Noch ist er gar nicht in Deutschland auf dem Markt, da verkündet Ford Deutschland dieser Tage stolz die über 2.200 Vorbestellungen, die für den neuen Mustang bereits vorliegen. In den USA, wo er in den Standardversionen schon über die Highways bollern darf, warten die Fans derweil sehnsüchtig auf die scharf gemachte und auf 37 Exemplare limitierte Power-Variante Shelby GT350R.

mario
von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 30.04.2015

Bereits optisch gibt sich die R-Version unmissverständlich als Performer zu erkennen. Diverse Aerodynamik-Anbauteile in Carbon-Schwarz sorgen für erhöhten Abtrieb. Ob das große Bügelbrett am Heck, der Diffusor in der unteren Heckschürze oder die feinen Flaps in der Front – der Sonder-Shelby soll bodenständig bleiben.

Bodenständigkeit beweist das Kraftpaket auch bei der Ausstattung: Klima, Radio, Rücksitze oder eine Rückfahrkamera wurden verbannt, um sich dank der damit einhergehenden Gewichtsersparnis noch agiler bewegen zu können. Über 60 Kilogramm will man so eingespart haben. Relativ unbeweglich und steif werden die maximal zwei Insassen in den stark konturierten Schalensitzen von Recaro weilen und dort den extremen Querbeschleunigungskräften mit gelassen-aufrechter Haltung begegnen.

Umfassende Fahrwerksoptimierung

Die Schalensitze von Recaro dürften viel Halt geben.
Die Schalensitze von Recaro dürften viel Halt geben.
Auch bei den ungefederten Massen wurde abgespeckt. So handelt es sich bei den 19-Zoll-Rädern des GT350R um Spezialanfertigungen aus Kohlefaser, die wiederum 6 Kilogramm einsparen sollen. Durch die federleichten Räder lassen sich die speziell angepassten, mächtigen Brembo-Stopper mit 394er-Scheiben vorne bestens bestaunen.

Auch das Fahrwerk wurde in vielen Punkten optimiert. Ford hat sich für ein Rennstrecken-erprobtes Setup mit höheren Federraten entschieden. Zudem kommen spezielle Stabis zum Einsatz. Ein Torsen-Differenzial, Lagerbuchsen sowie Hülsengelenke an der vorderen Radaufhängung sind Garanten für ein noch besseres Handling im Grenzbereich. Die manuelle Sechsgang-Schaltung und das Differenzial erhalten zudem eine zusätzliche Kühlung.

Rennsport-V8

Vier Auspuffrohre dürften für krassen Sound sorgen.
Vier Auspuffrohre dürften für krassen Sound sorgen.
Das Wichtigste ist allerdings der Motor des GT350R, bei dem es sich um eine klassische und zudem ziemlich krawallige 5,2-Liter-V8-Maschine handelt. Über 500 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment soll das grobe Kraftwerk allein an die Hinterachse wuchten, was für entsprechend eindrucksvolle Fahrleistungen sorgen dürfte. Konkrete Angaben macht Ford noch nicht, doch könnte der Sprint um vier Sekunden dauern und die Höchstgeschwindigkeit jenseits der 300 km/h liegen

Das Besondere am Motor: Der Hubzapfenversatz der sogenannten Flatplane-Kurbelwelle beträgt 180 statt der sonst üblichen 90 Grad. Eine Lösung, die eigentlich für nur für Rennwagen gewählt wird. Der Effekt: Der Motor ist drehfreudiger, so dass in diesem Fall der rote Bereich erst knapp jenseits der 8.000 Umdrehungen beginnt. Die Kehrseite: Vibrationen und Laufkultur leiden unter dieser Technik. Dazu passend dürfte der Klang aus den vier Auspuffendrohren überaus markig und authentisch-rau wirken.

In Kleinstauflage

Vom Mustang GT350R wird Ford nur 37 Exemplare bauen, die zum Herbst 2015 in den USA in den Markt kommen sollen. Ob es einige wenige Exemplare auch bis noch Deutschland schaffen, ist ungewiss. Billig wird der R ganz gewiss nicht werden. Der Mustang GT in der V8-Standardversion kostet über 40.000 Euro. Für den GT350R dürfte Ford vermutlich etliche zehntausend Euro mehr verlangen.

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(Bildmaterial: Ford)


Alle Artikel in: Autonews

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