Genfer Autosalon: Die Highlights

Hier sind die besten, interessantesten und verrücktesten Neuheiten
Präsentation auf dem Genfer Autosalon
Welche Neuheiten hält der Genfer Autosalon 2019 bereit? Wir sagen es Ihnen. GIMS.
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 20.03.2019

Auf der Welt gibt es drei große Autonationen: Deutschland natürlich, die USA mit ihren ikonischen Muscle-Cars und Japan, das immer wieder mit frischen Ideen und innovativen Technologien den Markt aufmischt. Da wundert es niemanden, dass die größten Automessen der Welt in Deutschland, den USA und Japan stattfinden. Wer sich aber auf neutralem Boden bewegen will, der muss in die Schweiz. Oder präziser, nach Genf, wo dieses Jahr zum 89. Mal der Genfer Autosalon stattfindet. Was erwartet Autofans im Jahr 2019 noch? PKW.de hat es herausgefunden.

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Genfer Autosalon: Deutsche Präsenz in der Schweiz

Volkswagen arbeitet fieberhaft an der Rehabilitation nach den Skandalen der letzten Jahre. Auch in Genf gibt man sich sauber und natürlich elektrischer denn je. Die erfreuliche Nachricht zuerst: Der Polo bekommt auch für 2019 eine GTI-Version. Fahranfänger mit mehr Geld als Verstand können also nach wie vor mit Stil die Fahrerlaubnis verlieren. Der Arteon, der sich gefährlich nahe am Luxussegment bewegt und damit in den Territorien von BMW und Audi wildert, soll ebenfalls ein Facelift bekommen. Volkswagens neue Designsprache funktioniert hier besonders gut. Seit Jahrzehnten gab es keinen so mutigen, eleganten VW mehr.

Und natürlich zeigen auch die Wolfsburger neue Ladesysteme für Elektroautos, die noch größere Akkus noch schneller füllen sollen. Wie lange es noch dauert, bis die Ladesäulen in freier Wildbahn auftauchen und was der Spaß am Ende kosten soll, steht aber noch in den Sternen. Trotzdem: Volkswagen zeigt in Genf ein solides Programm, das mittelfristig, wie immer, hervorragend funktionieren könnte.

Aston Martin auf dem Genfer Autosalon: Die Rückkehr von Lagonda?

Wer ein wirklich teures SUV will, hat mittlerweile die Qual der Wahl. Was mit dem Bentley Bentayga begann, gipfelte vor ein paar Monaten im absurden Rolls-Royce Cullinan. Trotz sechsstelliger Preise fliegen die Dickschiffe nur so von den Händlerparkplätzen. Kein Wunder also, dass auch Aston Martin ein Stück vom Kuchen haben möchte. Darum lassen die Briten einen Namen wieder aufleben, den man in der Autowelt schon lange nicht mehr gehört hat: Lagonda. Mit dem merkwürdigen Außenseiter-Aston der Siebzigerjahre hat das Konzept aber nichts mehr zu tun: Das SUV kommt extrem beeindruckend daher. Wie eine Mischung aus Le-Mans-Renner und Leichenwagen steht der Lagonda da. Über Geschmack lässt sich streiten, und das Aston Martin Lagonda Konzept wird sicherlich ein Streitpunkt sein.

Leichenwagen, SUV, oder etwas ganz anderes: Der Aston Martin Lagonda. Aston Martin.
Leichenwagen, SUV, oder etwas ganz anderes: Der Aston Martin Lagonda. Aston Martin.

Kein Genfer Autosalon ohne ein bisschen Wahnsinn

Koenigsegg. Die Autos des schwedischen Herstellers haben viel mit Einhörnern gemeinsam: Sie sehen gut aus, verfügen über unglaubliche Kräfte und niemand hat sie je in freier Wildbahn gesehen. Anders als die Fabelwesen kann man Koenigsegg-Autos aber kaufen. Wer den, vermutlich siebenstelligen, Preis für einen Koenigsegg Jesko bezahlt, bekommt ein Fahrzeug, das kaum ein normaler Mensch fahren kann. Eine Tonne Anpressdruck hält das Fahrzeug auf der Straße, bei 8500 U/Min ist der Motor voll aufgedreht. Und die wichtigste Nummer: 1600. So viele PS erzeugt der Twin Turbo V8. Wer ernsthaft nach dem Preis für einen Jesko fragen muss, kann schräg gegenüber vom Koenigsegg-Stand bei Skoda eine bessere Wahl treffen.

Schön und selten. Und vor allem eines: Teuer. Der Koenigsegg Jesko- Koenigsegg.
Schön und selten. Und vor allem eines: Teuer. Der Koenigsegg Jesko- Koenigsegg.

Genfer Autosalon: Das ist der Rest

Und dann wären da noch ungefähr 1000 Neuheiten, die entweder mehr Kilometer aus einer Batterie oder mehr Lautstärke aus einem Liter Benzin holen.

Mansory baut eine Luxusversion des Bugatti Chiron und liefert eine schöne Definition des Wortes „unnötig.

Für wen ist dieses Auto? Wir wissen es nicht. Der Bugatti Chiron von Mansory. Patrik Valis / <a href='https://www.shutterstock.com'>shutterstock.com</a>
Für wen ist dieses Auto? Wir wissen es nicht. Der Bugatti Chiron von Mansory. Patrik Valis / shutterstock.com

Der Mazda MX-5 bekommt nach 30 Jahren auf dem Markt eine Jubiläumsedition. Der neue 184 PS-Motor gibt dem Kleinen etwas mehr Pep, die grellorange Jubiläumslackierung erregt Aufmerksamkeit.

Ein moderner Klassiker feiert Geburtstag. Der Mazda MX5 wird 30. Mazda.
Ein moderner Klassiker feiert Geburtstag. Der Mazda MX5 wird 30. Mazda.

McLaren entthront den Senna. Der Speedtail schöpft aus einem hybriden Antriebsstrang 1035 PS und sieht aus wie ein Raumschiff.

McLaren setzt mit dem Speedtail noch einen drauf. Schön oder übertrieben? McLaren.
McLaren setzt mit dem Speedtail noch einen drauf. Schön oder übertrieben? McLaren.

Und PAL-V will mit dem Liberty Pioneer Edition endlich das Flugauto / Fahrflugzeug salonfähig machen. In zwei Jahren beim Händler.

Schlechtes Auto, schlechteres Flugzeug: Der PAL-V. VanderWolf Images / <a href='https://www.shutterstock.com'>shutterstock.com</a>
Schlechtes Auto, schlechteres Flugzeug: Der PAL-V. VanderWolf Images / shutterstock.com

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