Tesla Model Y – Das ist der Neue

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Crossover
Tesla Model Y
Tesla hat es schon wieder getan: Das ist das Model Y. Tesla Motors.
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 20.03.2019

Tesla hat es schon wieder getan: Nachdem der amerikanische Elektroautobauer mit dem Model 3 nicht nur für positive Schlagzeilen sorgte, gibt es jetzt schon den nächsten großen Wurf: Das Model Y ist ein elektrischer Crossover, der als Bindeglied zwischen dem Großen SUV Model X und dem Kleinwagen Model 3 fungieren soll. Ganz nebenbei komplettiert man damit auch die S3XY-Modellreihe. Allem infantilen Humor zum trotz könnte das Model Y genau das Auto werden, dass Tesla endgültig zum Aufstieg in den Mainstream verhilft. Wenn man nicht die gleichen Fehler macht, die auch beim Model 3 für einen eher holprigen Start sorgten. PKW.de hat die Einzelheiten.

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Tesla Model Y – Lückenfüller oder Superhit?

Was muss ein Elektroauto können? In erster Linie muss es seinen Besitzer und alle Passagiere sicher von A nach B bringen, auch wenn A vielleicht mal etwas weiter von B entfernt ist. Damit sich der Umstieg von fossilen Brennstoffen nicht nur für die Umwelt lohnt, sollte das ganze auch noch möglichst günstig passieren und bestenfalls nur wenige Minuten am Ladegerät beinhalten. Mit dem Model 3 in der sagenumwobenen Basisversion erfüllte Tesla eigentlich jeden dieser Wünsche. Das Problem: Kleinwagen sind ja so 2004. Ein Crossover muss her, um den Dschungel der Vorstadt ohne die Angst vor dem sozialen Abstieg durchqueren zu können. Diesen Wunsch will man mit dem Tesla Model Y erfüllen.

Teslas neuer heißt Model Y und ist ein elektrischer Crossover. Tesla Motors
Teslas neuer heißt Model Y und ist ein elektrischer Crossover. Tesla Motors

So wird das Tesla Model Y produziert

Um die Anforderungen der Kunden erfüllen zu können, teilt sich das Tesla Model Y mehr als 70 Prozent seiner Komponenten mit dem Model 3. Das macht die Entwicklung des Crossover einfacher und soll vor allem die Wiederholung des Debakels mit dem Model 3 verhindern. Zur Erinnerung: Weil Tesla-Chef Elon Musk dazu neigt, fantastische Versprechen zu machen, hatte der Kleinwagen enorme Startschwierigkeiten. Weil die Produktionskapazitäten nicht rechtzeitig bereitstanden, wurde die ersten Exemplare in Zelten gebaut und wurden mit signifikanten Mängeln an die Kunden ausgeliefert. In der Zwischenzeit hat sich allerdings einiges getan: Zwei der so genannten Gigafactorys arbeiten mittlerweile fast an ihrer Kapazitätsgrenze, eine dritte Fabrik wird zur Zeit in Shanghai gebaut und es gibt bereits Pläne für eine vierte in Europa. Im Prinzip stünden also mehr als genug Kapazitäten bereit, um das Tesla Model Y produzieren zu können.

Mit dem Model Y geht Tesla den sicheren Weg.

Das Tesla Model Y an sich bietet ausnahmsweise kaum eine Überraschung, und das ist auch gut so. Von außen unterscheidet sich das neue Modell kaum von seinen Vorgängern. Verwechslungen mit dem größeren Model X sind da fast schon vorprogrammiert. Der neue Crossover kommt, genau wie seine Vorgänger in verschiedenen Versionen: Die Standardversion schafft mit einer Akkuladung 370 Kilometer, die größere Version schafft ganze 540. Das sind die offiziellen Zahlen von Tesla, auf Text unter realen Bedingungen werden wir wohl noch eine Weile warten müssen. Die Performance-Version schafft es zwar nicht ganz soweit, soll aber in nur 3,7 Sekunden die 100 km/h schaffen. 3,7 Sekunden in einem Elektroauto können sich anfühlen wie 3,0 in einem Benziner. Auch Fans der Fahrfreude sollten also auf ihre Kosten kommen.

Das Heck ist wohl der Teil, den man vom Model Y am ehesten zu sehen bekommt. Tesla Motors.
Das Heck ist wohl der Teil, den man vom Model Y am ehesten zu sehen bekommt. Tesla Motors.

Der Preis für ein Model Y

Apropos Kosten: Elektroautos sind immer noch um einiges teurer, als ihre altertümlichen Gegenstücke mit Verbrennungsmotor. Ein Tesla Model Y in der Long Range-Version und ohne Extras wie der Autopilot schlägt mit 55.000 Euro zu Buche. Das ist besonders dann eine Menge Geld, wenn das extrem minimalistische Cockpit einem nicht zusagt, denn das kann einem normalen Autofahrer schnell etwas billig vorkommen. Wer trotzdem ein Model Y kaufen möchte, wird sich wohl noch bis mindestens 2021 gedulden müssen.

Teslas Model Y und die Zukunft des Unternehmens

Und jetzt? Jetzt muss Tesla beweisen, dass nicht mit jedem neue Modell, das die Fabriken verlässt, das selbe Drama entsteht. Manche Experten sagten bereits den Untergang Teslas voraus, als die Probleme mit dem Model 3 öffentlich wurden und man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, das auch CEO Elon Musk den Druck gespürt hat. Für die Zeit nach dem Tesla Model Y haben die Kalifornier eine Menge zu tun: Die Neuauflage des Tesla Roadster soll endlich wieder ein echter Sportwagen sein, der Semi ist ein elektrischer Sattelschlepper und ein Pickup-Truck ist auch in Planung. Und dann? Ein Minivan? Ein Motorrad? Oder vielleicht ein Wohnmobil? Die Gerüchteküche brodelt wie nie zuvor und Tesla wird auch nach dem Model Y noch lange für Schlagzeilen sorgen.


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