Schönes Monster

Zagato Maserati Mostro verzaubert Gäste der Villa d’Este
Zagato Maserati Mostro.
Wird nur fünf Mal gebaut: Zagato Maserati Mostro.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 22.05.2015

Köln, 22.05.2015 – Zagato zeigt an diesem Wochenende (22.–24. Mai) auf dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este wieder einmal, was sie am besten können: schöne Autos bauen. Mit dem Zagato Maserati Mostro ist den Italienern auf ein Neues ein Entwurf zum Niederknien gelungen. Der mit moderner Maserati-Technik bestückte Sportwagen bedient sich der Formensprache der 1950er-Jahre und soll Erinnerungen an den legendären Maserati 450 S Coupé Zagato Monster aus dem Jahr 1957 wecken.

Das gelingt dem Neuzeit-Mostro mit seinen weichen, runden und doch muskulösen Schwüngen. Auffällig ist die lange Motorhaube mit ovalen Scheinwerfern auf den Kotflügeln und eine nach hinten lang gestreckte, rundliche Fahrgastzelle. Wie einst beim Original wirkt diese, als könne sie Stauraum-Qualitäten eines Kombihecks bieten.

Mit Riesenflügel: Zagato Maserati Mostro.
Mit Riesenflügel: Zagato Maserati Mostro.

Trotz aller Nostalgie-Ansätze ist der Mostro ein durch und durch modernes Auto, was bereits die Räder andeuten, bei denen es sich um 19-Zoll-Alufelgen handelt, die lediglich die historische Speichenoptik andeuten. Ganz modern gibt sich der Mostro auch im spartanisch-sportlichen Innenraum, der unter anderem leichte Sportschalensitze und nur ein zentrales Minidisplay als Ersatz für das Kombiinstrument bietet. Zugang zur engen Fahrgastzelle erlangt man über nach oben und vorne klappende Türen.

 

Für extremen Fahrspaß gebaut

Die Karosserie wurde übrigens eigens für den Mostro entwickelt. Das Chassis bietet einen Mix aus Carbon- und Stahlstrukturen, während die Außenhaut komplett aus leichtem Carbon gefertigt wurde. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem extrem sündig klingenden Maserati-V8 mit automatisiertem Sechsgang-Schaltgetriebe. Ganz gewiss – das deutet bereits der riesige Heckflügel an – erreicht der Mostro damit atemberaubende Fahrleistungen. Doch wie es Zagato-Art ist, wird über die genaue Leistung und Performance nicht gesprochen.

Der Mostro gibt sich innen wie ein Rennwagen.
Der Mostro gibt sich innen wie ein Rennwagen.

Ebenso wenig verrät Zagato etwas über die Preise und die fünf glücklichen Käufer. Mehr Exemplare sollen vom Mostro nicht entstehen, die ohnehin schon fünf zahlungskräftigen Kunden versprochen wurden. Eines ist gewiss: Eine Kleinserie auf einem technisch derart hohem Niveau wird ganz sicher für sehr, sehr hohe Stückpreise sorgen. Aber es gibt genug verrückte Sammler, die bereit sind, für ein solch seltenes Schmuckstück unfassbare hohe Summen auszugeben.

(Bildmaterial: Zagato)


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