BMW F13: Schöner geht’s nimmer

Nach dem 6er Cabriolet im Frühjahr 2011 hat BMW im darauffolgenden Herbst das intern BMW F13 genannte, bildhübsche 6er Coupé nachgereicht. Dieses luxuriöse Liftstyle-Mobil beeindruckt mit seiner besonders feinen Optik, einer sehr umfangreichen Komfortausstattung und durchweg starken Antrieben. Wer hohe Ansprüche an sein Auto hat, wird im Fall des 6er Coupés in besonderer Weise auf seine Kosten kommen. Und genau das ist beim Neuwagenkauf der große Haken an der Sache: Neu ist ein 6er Coupé richtig teuer. Das wachsende Angebot an Gebrauchtwagen auf PKW.de ermöglicht allerdings einen bereits deutlich günstigeren Einstieg in die Welt des 6ers.

BMW F13: Großer Luxus, schick verpackt

Verkehrte Welt: Während beim BMW 6er der E63-Generation dem Coupé das Cabriolet folgte, brachte BMW im Jahr 2011 die jeweiligen Nachfolger in umgekehrter Weise auf den Markt. Als der geschlossene Zweitürer mit dem internen Kürzel BMW F13 in den Handel kam, hatten einige Besitzer des 6er Cabriolets (internes Kürzel F12) bereits einige Erfahrungen sammeln können. Und diese werden wohl zumeist positiv ausgefallen sein, denn das äußerst schmucke Flaggschiff von BMWs Lifestyle-Division bietet eine Menge Faszination, Technik, Komfort und Power. Zwar ist der F13 als Neuwagen ein sehr teures Auto, doch mittlerweile gibt es bereits diverse Gebrauchtwagen vom schicken 6er Coupé.

Und obwohl der BMW F13 schon seit Herbst 2011 im Markt ist, nimmt man das 6er Coupé noch immer als frisch und sehenswert wahr. Auffällig sind ein besonders langer Radstand, die gestreckte Motorhaube wie auch das elegant endende Coupéheck. Schick anzusehen sind zudem die rahmenlosen Türen, deren Fenster zu einer optischen Einheit mit den hinteren Scheiben verschmelzen. Zudem sorgt ein fein austariertes Spiel von scharfen Lichtkanten in der knapp 4,90 Meter langen Blechhaut für fließend-dynamische Eleganz. Die selbstbewusste Shark-Nose-Front mit technisch progressiv wirkenden LED-Leuchten sowie die satten zwei Auspuffrohre im Heck runden den eindrucksvollen Auftritt ab.

Auch im Innenraum versprüht das große Coupé einen gehörigen Hauch von Luxus. BMW-typisch ist die kühle Eleganz, die sich durch einen besonders aufgeräumten und hochfunktionalen Arbeitsplatz auszeichnet, welcher trotz vieler Funktionen eine recht übersichtliche Zahl an Bedienelementen bietet. Zentrale Bedieneinheit ist auch hier der iDrive-Controller in der Mittelkonsole, der es über seinen praktischen Drehrückstellknopf ermöglicht, sich problemlos durch alle Menüs zu hangeln, die dann auf dem riesigen Display am oberen Ende der Mittelkonsole angezeigt werden. Ob Super-Navi, Audiosystem, Head-up-Display oder Internet-Funktionen – der BMW F13 bietet seinen Insassen ein Feuerwerk an Hightech-Funktionen.

In Hinblick auf das Platzangebot hat man ebenfalls viel Grund, sich wohl zu fühlen. Zumindest gilt dies für Passagiere, die vorne sitzen. Im Fond geht es schon etwas enger zu, wobei das Platzangebot besser als beim Vorgänger E63 ist. Auch das Kofferraumvolumen ist mit 460 Litern um 10 Liter größer als zuvor. Ein besonders familienfreundliches Auto ist der F12 allerdings nicht.

Stark oder extrastark: Die Motoren des F13

Für den 6er begeistern sollen sich Kinderlose und betuchtere Paare, die abgesehen vom Platz für die Fondgäste auf nichts verzichten wollen. Auch nicht auf satten Vortrieb. Davon bietet der 6er ein durchweg gehobenes Maß. So ist bei den Benzinern ein Leistungspotenzial von mindestens 320 PS angesagt. Diese werden vom 640i zusammen mit 450 Newtonmetern Drehmoment an die Hinterräder gestemmt. Der an eine Achtgang-Automatik gekoppelte Sechszylinder ermöglicht so einen Sprint in 5,3 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h bei lediglich 7,2 Litern Normverbrauch. Noch imposanter: Der Achtzylinder 650i mit 450 PS und 650 Newtonmetern, der 4,6 Sekunden beim Sprint ermöglicht und 8,6 Liter verbrauchen soll.

Doch im Vergleich zum M6 erscheinen 640i und 650i wie gemütliche Cruiser, denn hier sorgen 560 PS und 680 Newtonmeter aus einem 4,4-Liter-Twinturbo für einen 4,2-Sekunden-Sprint und 9,9 Liter Verbrauch. Mit dem über 8.000 Euro teuren Competition-Paket sind beim M6 Coupé sogar 575 PS und 4,1 Sekunden angesagt. Wer beim Neukauf eines M6 übrigens gut zweieinhalbtausend Euro mehr investiert, bekommt eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 305 km/h statt der sonst üblichen 250 km/h. Diese Anhebung ist an ein spezielles Fahrertraining gekoppelt.

Alternativ gibt es noch den 640d, dessen Reihensechszylinder-Diesel 313 PS und 630 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung stellen kann. Auch hier dauert der Sprint kurzweilige 5,3 Sekunden und es sind maximal 250 km/h möglich, während der Spritkonsum bei 5,4 Litern liegen soll. Den Diesel gibt es übrigens, wie auch den 640i und den 650i, optional mit dem Allradantrieb xDrive. Grundsätzlich sind alle Motoren unterhalb des M6 an eine bestens abgestufte und verzüglich schaltende Achtgang-Automatik gekoppelt, während der M6 über ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe verfügt.

Viel Ausstattung sorgt für hohe Preise

Die selbstschaltenden Getriebe sind nur ein Detail des gewaltigen Ausstattungspakets, mit dem BMW den F13 serienmäßig bestückt. Grundsätzlich verfügt jedes 6er Coupé außerdem noch über eine 2-Zonen-Klimaautomatik, eine Lederausstattung, 18-Zoll-Räder, elektrisch verstellbare Vordersitze, einen Tempomat, LED-Scheinwerfer, einen Regensensor, das Navigationspaket ConnectedDrive mit der besonders praktischen Real Time Traffic Information sowie eine Premium-Audioanlage mit neun Lautsprechern. Angesichts dessen mag es auch nicht ganz überraschen, dass der F13 als Neufahrzeug nach einer besonders hohen Investitionsbereitschaft verlangt. Bereits für die “Basis”-Version 640i, die ein rundweg empfehlenswertes Gesamtpaket bietet, muss man beim Neukauf mindestens 80.000 Euro investieren. Für einen 650i mit Allradantrieb xDrive werden sogar knapp über 100.000 Euro aufgerufen, während der M6 erst bei rund 130.000 Euro loslegt. Und in keinem Fall ist man dann auf Vollausstattungs-Niveau. Im Gegenteil: Wer noch ein Adaptiv-Fahrwerk will, einen Abstandstempomaten oder ein Head-up-Display, schnürt sich schnell mal ein Zusatzpaket, welches den Kaufpreis um einen weiteren fünfstelligen Betrag nach oben treibt.

Angesichts dieser Preise kann man sich freuen, dass der Gebrauchtmarkt bereits eine Vielzahl an BMW F13 bietet, die für deutlich weniger Geld angeboten werden. Bei den älteren Exemplaren, also denen aus dem Jahr 2011, haben sich die Preise zum Teil schon mehr als halbiert. Insofern ist es möglich, bereits mit Preisabschlägen von rund 50.000 Euro deutlich unterhalb des Neupreis-Niveaus einzusteigen. Obwohl es sich ja noch um relativ junge Gebrauchtwagen handelt, lässt sich also viel Geld sparen. Und wer noch etwas mehr Geduld mitbringt, kann sich an der feinen Luxuswelt des BMW F13 für richtig schmales Geld erfreuen.

BMW F13
ProduktionszeitraumSeit 2011 bis heute
Höchstgeschwindigkeit250–305 km/h
0–100 km/h4,1–5,3 Sek.
Verbrauch (kombiniert)5,4–9,9 l/100 km
CO₂149-232 g/km
Zylinder/Ventile6-8/24-32
Hubraum2.978–4.395 cm³
Leistung (kW/PS bei U/min.)230/313–423/575 bei 4.400–6.000
Drehmoment (Nm bei U/min.)450–680 bei 1.300-1.500
Maße (L x B x H)4.894–4.898 mm x 1.894–1.899 mm x 1.369–1.374 mm
AntriebHeck/Allrad
Tankinhalt70 l
TreibstoffDiesel/Super
Leergewicht1.735–1.925 kg
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen« entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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