Crossover: Die Mischlinge der Autowelt

Warum ist die Crossover-Bauart so beliebt?
Die Vorteile verschiedener Versionen werden kombiniert.
Der Toyota RAV4 hat seinen festen Platz auf den Straßen der Welt. Peter Gudella/Shutterstock.com
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Einleitung von Berit Hoffmann, Redakteur bei PKW.de 20.07.2018

Heute müssen Sie sich als Autokäufer glücklicherweise nicht mehr zwangsweise zwischen dem Fahrgefühl eines Geländewagens und den praktischen Nutzen und geringeren Kosten einer Limousine entscheiden. Der SUV hat das Bindeglied zwischen den beiden Autobauarten gebildet. Aber für wen auch die Sport Utility Cars noch zu viel von einem Geländewagen haben, gibt‘s zum Glück noch eine Zwischenform: den Crossover. PKW.de erklärt für Sie, was diesen ausmacht und welche Modelle besonders beliebt sind.

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Crossover-Modelle werden häufig mit SUVs in eine Schublade gesteckt

Das Begriff Crossover wird in der Autowelt mit unterschiedlicher Bedeutung verwendet. Übersetzt bedeutet das Wort Kreuzung oder Übergang und genau so ist es auch zu verstehen: Segmente verschiedener Autobauarten werden kombiniert, um ein genauer auf den Bedarf zugeschnittenes Auto zu präsentieren. Da SUVs aber bereits eine Mischung aus Geländewagen und der herkömmlichen Limousine sind, werden sie im Englischen auch als Crossover SUVs bezeichnet. In diesem Artikel meinen wir allerdings nicht die Methode des Crossovers, sondern die Bauart, die nochmal eine zusätzliche Zwischenstufe zwischen traditionellen Pkw und den bereits kombinierten SUVs bilden. Streng genommen ist es nicht mal ein eigenes Modell, sondern nur eine Modellvariation. Die Plattform einer Limousine wird hierbei mit höheren Sitzen und einer Optik, die einem Geländewagen ähnelt, ausgestattet, meist aber ohne die tatsächliche Geländetauglichkeit. Wie bei mittlerweile den meisten Modellen ist aber auch bei fast allen Herstellern eine Ausstattung mit Allradantrieb möglich. Alternativ werden Crossover auch als Softroader oder Crossover Utility Vehicles (CUVs) bezeichnet.

Crossover sind mehr als nur ein Trend

Neben SUVs erlangen auch die kleineren Softroader immer mehr Beliebtheit. Verständlich, denn schließlich werden ja die Vorteile der traditionelleren Modelle kombiniert. Somit haben Crossover im Vergleich zu Limousinen und Coupés einen variableren und meist größeren Innenraum und eine höhere Sitzposition. Gerade bei der älteren Generation genießen SUVs und Crossover einen guten Ruf, da das Aussteigen deutlich leichter und angenehmer ist als bei tiefer liegenden Varianten. Der hohe Sitz bietet allerdings mehr als nur eine Schonung für den Rücken: Man hat einfach einen besseren Überblick über den Straßenverkehr.
Anders als bei SUVs und Geländewagen ist im CUV allerdings die schwere Geländetechnik nicht enthalten, wodurch der hohe Kraftstoffverbrauch und die schwerfällige Handhabung kein Kontra mehr darstellen. Durch die kompaktere Bauweise ist diese Zwischenform auch billiger, behält aber ein gewisses Maß des „Coolness-Faktors“ bei. Der CUV ist somit wie gemacht für diejenigen unter uns, die zwar keinen Gebrauch für Geländefähigkeit finden, aber trotzdem die aktuell im Trend liegende Optik genießen möchten.

Auch deutsche Hersteller erobern den Markt

In den USA bietet mittlerweile fast jeder Hersteller eine Crossover Version seiner Modelle an, aber auch in Deutschland ist die Auswahl nicht zu verachten. Das unter uns Deutschen beliebteste Modell ist der Nissan Qashqai Crossover – unter die Top 5 weltweit hat er es im vorherigen Jahr allerdings nicht geschafft.
2017 hat der Toyota RAV4 mit 801.000 Zulassungen den ersten Platz unten den Softroadern belegt. Das Modell ist im August 1994 als einer der ersten CUVs auf den Markt gekommen und ist mittlerweile bereits in der 4. Generation erhältlich. Auf dem zweiten Platz steht der Honda CR-V, der letztes Jahr auch beachtliche 757.000 mal zugelassen wurde. Ende 2018 soll die neue Generation auf den Markt kommen. Mit 719.000 Neuzulassungen belegt den dritten Platz der deutsche Hersteller VW mit dem Tiguan, der bei uns als einer der Bestseller gilt, sich aber auch in China großer Beliebtheit erfreut.


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