Ein Dämon, der Viertelmeilen frisst.

Mit dem Challenger SRT Demon baut Dodge ein Auto, das Rekorde bricht.
Die Front des Demon hebt sich beim Start
Beim Start entwickelt der Demon mehr Kraft, als jemals nötig wäre.
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 29.04.2017

Ein Gespenst geht um auf den Rennstrecken der USA. An Renntagen soll es erscheinen und die Konkurrenz in Angst und Schrecken versetzen. Man erkennt es an seinem markerschütternden Geheul und dichtem Qualm, aus dem sich der stählerne Körper des Ungetüms erhebt. Die Viertelmeile frisst dieses Monstrum geradezu, es ist ein wahrer Dämon. Genauer gesagt ein Dodge Challenger SRT Demon, der mit dem leistungsstärksten Serien-V8 aller Zeiten ein Auto ist, wie es zuvor nicht gebaut wurde.

Dodge Demon auf Rekordjagd

Rekordjegt auf der Viertelmeile: Der Demon schafft das Drag-Race in unter 10 Sekunden.
Rekordjegt auf der Viertelmeile: Der Demon schafft das Drag-Race in unter 10 Sekunden.

Es ist ein Auto, das viele Superlative in sich vereint. Beim Start werden die Vorderräder um bis zu 90 cm von der Straße gehoben, Rekord für Serienautos. Die Viertelmeile schafft der Dodge Demon in unter 10 Sekunden, was ihn nach amerikanischen Drag-Race-Regeln zu einem Drag-Car macht, das eigentlich nicht ohne einen Überrollkäfig an Rennen teilnehmen darf. Und dann sind da noch die Zahlen: 8 Zylinder, 6,2 Liter, 840 PS, 1044 Nm.

Dämon auf der Geraden, Todesfalle in der Kurve

Viel Rauch um nichts? in Kurven fühlt sich der Dodge Demon eher unwohl.
Viel Rauch um nichts? in Kurven fühlt sich der Dodge Demon eher unwohl.

So beeindruckend der Dodge Demon zunächst auch wirken mag, mit Europäischen Supersportwagen kann er trotzdem nicht mithalten, zumindest auf deren Heimatstraßen. Muscle-Car typisch ist das Fahrwerk der Höllenmaschine klar auf gerade Strecken ausgelegt. Sobald man versucht, es durch eine Kurve zu manövrieren, fühlt sich das Monster bedroht und frisst den Fahrer mit Haut und Haaren. Wenn man es aber einfach laufen lässt, belohnt es den Fahrer mit brutalster Beschleunigung: In 2,6 Sekunden sind die 100 km/h erreicht, in 9 Sekunden ist man eine Viertelmeile weiter und knapp 225 km/h schnell. Wann Schluss ist, scheint nicht genau klar zu sein, aber die Abstimmung lässt vermuten, dass die Höchstgeschwindigkeit etwas hinter der der Hellcat liegt, auf der der Dodge Demon basiert.

Dodge Demon – Wenig Car, jede Menge Muscle

Mehr als 800 PS leistet das Herz des Demon.
Mehr als 800 PS leistet das Herz des Demon.

Als Auto ist der Demon bei allem Drama kaum zu gebrauchen. In der Grundausstattung, als ob so etwas bei einem Drag-Car wichtig wäre, spendiert Dodge dem Demon einen Sitz, ein Radio und ein paar Renninstrumente. Außerdem gibt es Werkzeug, Werbematerial und Spezialreifen oben drauf. Und was kostet das Paket? Ein halbe Million Euro, so wie die italienischen Supersportwagen mit ähnlich leistungsstarken Motoren? Wenn man den Gerüchten glauben schenken darf, kommt der Demon zu einem Preis von unter 100.000 Euro auf den Markt, allerdings nur in den USA und Kanada. Wirklich schade, denn so beeindruckende Bilder bieten sich auf deutschen Straßen nur sehr selten.

Die extra dünnen Reifen für noch schnellere Starts liefert Dodge gleich mit.
Die extra dünnen Reifen für noch schnellere Starts liefert Dodge gleich mit.
Das Muscle Car kann eine Sache besonders gut: Gummi verbrennen.
Das Muscle Car kann eine Sache besonders gut: Gummi verbrennen.
Der Dodge Demon lauert auf der Startlinie den Kontrahenten auf.
Der Dodge Demon lauert auf der Startlinie den Kontrahenten auf.
Wer neben dem Demon an den Start geht, muss im Grunde gar nicht mehr fahren.
Wer neben dem Demon an den Start geht, muss im Grunde gar nicht mehr fahren.

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