Mitsubishi

Alle Mitsubishi-Modelle auf einen Blick

Mitsubishi – legendärer Autobauer aus Japan

Mitsubishi Motors ist Teil des Mitsubishi-Konglomerats, zu dem mehr als 200 Unternehmen aus dem industriellen Bereich gehören. Mitsubishi Motors selbst ist dabei aus dem Mitsubishi-Konzern hervorgegangen, der 1870 von Samurai Iwasaki gegründet wurde. Mitsubishi gehört damit zu den ältesten Autobauern der Welt und begann bereits im Jahr 1917 damit, eigene Fahrzeuge herzustellen. Zusammen mit Toyota zählt Mitsubishi zu den traditionsreichsten Unternehmen Japans im Bereich des Autobaus. Vollständige Eigenständigkeit erlangte die Fahrzeugsparte aber erst im Jahr 1970, als die Mitsubishi Motors Corporation gegründet wurde. Das Logo des Konzerns zeigt das Emblem des sogenannten Tosa-Clans, bei dem der Gründer von Mitsubishi als junger Mann einst seine erste Anstellung gefunden hatte.

Mitsubishi Motors beschäftigt heutzutage mehr als 33.000 Mitarbeiter (Stand: 2008) und setzt insgesamt 2.682 Mrd. Yen um (Stand: 2007). Hinter den Unternehmen Toyota, Honda und Nissan sowie Suzuki und Mazda steht Mitsubishi auf Platz sechs der größten Autobauer des Landes (Stand: 2006).

Geschichtlicher Überblick: Die Anfänge

Mitsubishi zeichnete im Jahr 1917 für die Veröffentlichung des ersten Serienfahrzeugs Japans überhaupt verantwortlich. Das Modell hörte auf den Namen Model A und wurde vollständig von Hand gefertigt. Nur 22 Einheiten dieses Wagens konnten produziert werden, da sich schnell herausstellte, dass die Produktion im Vergleich zu europäischen und amerikanischen Modellen zu kostspielig war. Die Kostennachteile konnten anfänglich auch nicht dadurch kompensiert werden, dass das Model A keine Eigenentwicklung darstellte, sondern auf dem Fiat Tipo3 basierte.

Einen ersten Erfolg feierte Mitsubishi im Bereich der militärischen Fahrzeuge. 1937 fertigte die mittlerweile gegründete Mitsubishi Heavy Industries eine Limousine mit der Bezeichnung PX33, die vom Militär eingesetzt werden konnte. Bemerkenswert ist dabei, dass das Fahrzeug bereits über einen modernen Allradantrieb verfügte, eine Technologie, die damals als besonders fortschrittlich galt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ergaben sich in der japanischen Industrie erhebliche Umwälzungen. Die Alliierten zerschlugen weite Teile der Automobilbauindustrie, sodass alle Konzerne und Unternehmen gezwungen waren, sich neu zu formieren. Auch Mitsubishi Heavy Industries wurde im Zuge dieser Entwicklung zerschlagen, die Arbeit an neuen Automodellen wurde aber dennoch augenblicklich fortgesetzt. So wurde der Henry J aus den USA importiert, bei dem es sich um eine günstige Limousine handelte, und auf dem japanischen Markt verkauft. Weitere solcher Importmodelle wurden eingekauft, und Mitsubishi sammelte Erfahrungen, die in den Jahren des Aufschwungs während der 1960er-Jahre wichtig werden sollten, um mit massenproduzierten Fahrzeugen wie dem Mitsubishi 500 die steigende Nachfrage mit eigenen Modellen bedienen zu können. Dieses ist der eigentliche Anfang der Mitsubishi Motors Company in der heutzutage bekannten Form.

Weitere Erfolgsmodelle wurde in den 1960er-Jahren mit dem Minica Kei-Car, einem Kleinstwagen, und dem Colt 1000 vorgestellt. Vor allem der Mitsubishi Colt sollte sich hervorragend entwickeln, das Modell wurde in etlichen Generationen und Varianten bis in das Jahr 2012 hinein gefertigt. Mitsubishi richtete sich mit solchen Modellen an Familien mit mehreren Kindern, die ein erschwingliches Modell für Fahrten in der Stadt suchten.

Ein wichtiger Meilenstein wurde im Jahr 1964 erreicht, als Mitsubishi noch in seiner aufgespaltenen Form über 75.000 Fahrzeuge in einem Jahr produzieren konnte. 1969 schließlich wurde der Mitsubishi Galant eingeführt, ein Fahrzeug der Mittelklasse, das auch bei Geschäftskunden beliebt war und Mitsubishi zu stärkeren Umsätzen verhalf. Es war der Erfolg dieses Modells, der zu Überlegungen führte, den von den Alliierten einst zerschlagenen Konzern wieder zusammenzuführen. Das Ergebnis war die besagte Gründung der Mitsubishi Motors Corporation im Jahr 1970. Mit dieser Konzentration der Geschäftstätigkeit wurde der Grundstein für die Erfolge in den kommenden Jahrzehnten gelegt.

Weitere Entwicklungen ab den 70er Jahren bis heute

In den 1970er-Jahren wurden starke Kontakte zu US-Unternehmen wie Chrysler aufgebaut, sodass Fahrzeuge wie der Galant unter anderer Bezeichnung in den USA abgesetzt werden konnten. Der Galant wurde dabei als Dodge Colt verkauft, die Jahresproduktion konnte auf über 250.000 Fahrzeuge gesteigert werden. Ende der 1970er-Jahre fasste Mitsubishi auch in Europa Fuß. Im Jahr 1980 wurde dann erstmals die Marke von 1.000.000 produzierten Fahrzeugen pro Jahr erreicht.

Ab 1982 konnte Mitsubishi unter der eigenen Marke in den USA Fahrzeuge verkaufen. Wichtige Fahrzeuge aus dieser Phase sind der Mitsubishi Cordia und die Starion Coupés. Ebenfalls von Bedeutung sind die Verträge mit Liuzhou Automotive, die im Jahr 1986 geschlossen wurden: Mitsubishi wurde zum dritten japanischen Autobauer nach Daihatsu und Suzuki, der seine Fahrzeuge im günstigen China produzieren ließ. In den 1980er-Jahren wurde auch der berühmte Mitsubishi Pajero vorgestellt, der zu den erfolgreichsten SUVs des Konzerns gehört. Ende der 80er-Jahre wurde zudem der Börsengang gewagt, so dass Mitsubishi als letzter japanischer Autobauer nicht mehr in Familienbesitz war.

Die 1990er-Jahre waren vor allem durch den erfolgreichen Verkauf von SUVs wie dem Pajero geprägt. Die Zusammenarbeit mit Chrysler wurde zurückgefahren und nach der Übernahme der Amerikaner und auch Mitsubishis durch Daimler nach einem schwierigen Prozess ganz aufgegeben. In den folgenden Jahren und dem Verkauf der Anteile an Mitsubishi durch Daimler wurden dafür viele neue Verbindungen zu anderen Autobauern wie Volvo, Peugeot und Volkswagen geknüpft, mit denen erfolgreich gemeinsame Fahrzeuge und Motoren entwickelt wurden.

Die Firmengeschichte Mitsubishis aus deutscher Perspektive

Mit der Etablierung der MMC Auto GmbH im Jahr 1977 in Rüsselsheim begann die Geschichte Mitsubishis in Deutschland. Gegründet wurde die GmbH von Hanns Trapp-Dries als Importunternehmen für Mitsubishi-Automodelle aus Japan, um diese auch auf dem deutschen Markt verkaufen zu können. Wichtige Automodelle aus dieser Zeit sind der Celeste und der Mitsubishi Lancer, die beim deutschen Autopublikum großen Anklang fanden. Ab 1983 wurden auch der Pajero sowie die Großraumlimousine Space Wagon verkauft. Bei Letzterer handelte es sich um die erste Großraumlimousine, die in Deutschland erhältlich war. In den 90er-Jahren folgten der Eclipse und der 3000 GT sowie der Evolution, die teilweise auch im Rennsport Verwendung fanden.

Ab dem Jahr 2002 wurden die Fahrzeuge des japanischen Herstellers von der Mitsubishi Motors Deutschland GmbH vertrieben. Wichtige Modelle der 2000er-Jahre waren zum Beispiel der SUV Mitsubishi Outlander, der im Jahr 2003 in den deutschen Markt eingeführt wurde. 2004 folgte der Colt, der mittlerweile in der sechsten Generation vorgestellt wurde. Im selben Jahr wurde auch der Grandis mit Platz für bis zu sieben Personen eingeführt. Die Markteinführung wurde allerdings durch die gescheiterte Kooperation mit DaimlerChrysler überschattet. Erst in den Folgejahren zogen die Verkaufszahlen in Deutschland wieder spürbar an. So verkaufte sich die zweite Generation des Outlander ab 2007 deutlich besser, und auch der neue Pajero und der neue Lancer konnten Erfolge für sich verbuchen.

Auch im Bereich der umweltschonenden Elektrofahrzeuge hat Mitsubishi eigene Entwicklungen vorstellen können. So wurde 2009 der i-MiEV vorgestellt, der noch 2010 auch nach Europa und damit nach Deutschland kamr. 2012 war für das Unternehmen ein besonderes Jahr, weil Mitsubishi sein 35-jähriges Jubiläum in Deutschland feiern konnte. Entsprechend wurden eine Reihe von Sondermodellen vorgestellt, und es wurde die mittlerweile dritte Generation des beliebten Outlander veröffentlicht.

2012 wurde ein Plug-in-Hybrid des Outlander vorgestellt, das Modell wird ab Anfang 2014 auf dem deutschen Markt verfügbar gemacht. 2012 ist auch das Jahr, in dem der lange Zeit erfolgreiche Colt auf dem deutschen Markt eingestellt wird. Dafür erhält der Softroader Mitsubishi ASX ein wichtiges Facelift. Im Jahr 2013 liegt der Marktanteil von Mitsubishi an den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland bei 0,72 Prozent und damit etwas niedriger als noch zu Beginn der 2000er-Jahre.

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