Lada Vesta

Der russische Autoproduzent Lada steht für robuste Technik und besonders günstige Preise. Gerade der Allrad-Klassiker Taiga vereinte diese Eigenschaften und behauptet sich bis heute in einer seit 1976 technisch nahezu unveränderten Version. Nun erscheint zum Jahreswechsel 2016/2017 eine Stufenheck-Limousine mit dem klangvollen Namen Lada Vesta, die in ihrer Basisversion unter 10.000 Euro kosten soll. Optisch geht Lada mit der Kompakt-Limousine neue Wege – die markante X-Form im Frontbereich gibt dem Vesta ein moderneres und deutlich gefälligeres Aussehen als den Vorgängern.

Günstig und solide – Stufenhecklimousine Lada Vesta

Die neue Stufenhecklimousine von Lada misst 4,41 Meter und übertrifft damit den kleinen Bruder Granta (4,26 Meter) und knapp den Opel Astra. Grundlage für den Lada Vesta ist die Limousinen-Version des Dacia Logan, die allerdings nicht in Deutschland angeboten wird. Der Dacia-Mutterkonzern Renault besitzt Mehrheitsanteile am Lada-Mutterkonzern AwtoWAS – durch diese Verbindung hält Renault- und Dacia-Technik Einzug in die Lada-Welt. Der 1,6-Liter-Saugmotor mit 106 PS stammt beispielsweise von Dacia Duster. Gemeinsamkeiten bestehen jedoch nicht nur beim Einsatz bewährter Renault-Technik, auch bei der Preisgestaltung setzen Rumänen wie Russen auf vierstellige Werte.

Moderne Optik und Schützenhilfe von Renault

Als AwtoWAS-Mehrheitseigner verfolgt der Renault-Nissan-Konzern das Ziel, die Lada-Fahrzeugpalette auf den neuesten Stand zu bringen und so auch im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu machen. Der Ansatz, am Design zu schrauben ist dabei definitiv der Schritt in die richtige Richtung, denn frühere Lada-Modelle konnten nicht gerade durch ihre optische Aufmachung überzeugen. Der Plan geht beim Vesta auch voll auf – so schick schaute noch kein Lada aus der Wäsche. Die Kompakt-Limousine wirkt mit ihren X-Formen sehr schnittig und modern.

Keine Experimente – der Vesta bietet bewährte Technik

Im Gegensatz zur neuen Optik vermag der Vesta in technischer Hinsicht nicht zu überraschen, aber das muss er ja auch nicht. Der Fokus liegt auf solider, erprobter und günstiger Technik, die das bietet, was man von einer Kompakt-Limousine dieser Preisklasse erwartet. Der 106 PS-Benziner bringt den Vesta in 11,8 Sekunden von 0 auf 100 und bietet ein Drehmoment von 148 Newtonmetern. Zur Auswahl stehen ein manuelles Fünfgang-Getriebe sowie ein automatisiertes Fünfgang-Getriebe mit 20 Schaltprogrammen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt bei beiden Getriebearten 178 km/h und der Verbrauch liegt bei etwa 6 Litern.

Unerwartet viele Extras im Vesta – Touch, Klima und Sensoren

Eine Überraschung noch am Ende: Wer erwartet, der Vesta komme ohne Multimedia-System oder Parkpiepser, wird hiermit eines Besseren belehrt. Renault und Dacia haben einige Extras mit in die Ehe gebracht. Das Ausstattungsangebot reicht vom 7-Zoll-Touchscreen über Park- und Regensensoren, einem Tempomaten bis hin zur Sitzheizung und dem Multifunktionslenkrad. Frostsichere Türschlösser und eine bis minus 30 Grad arbeitende Zündanlage setzen am Ende jedoch eindeutig russische Akzente.

Lada Vesta
ProduktionszeitraumSeit 01/2017
Preis (Neuwagen)Ab 10.000 Euro
Höchstgeschwindigkeit175 km/h
0–100 km/h11,2 s
Verbrauch (kombiniert)6,9 l Super
CO₂135 g/km
Zylinder/Ventile4/16
Hubraum1596 cm³
Leistung (kW/PS bei U/min.)78 kW (106 PS) / 5800
Drehmoment (Nm bei U/min.)148 Nm / 4200
Maße (L x B x H)4410 x 1795 x 1497 mm
AntriebVorderradantrieb
Tankinhalt55 l
TreibstoffBenzin
Leergewicht1230–1280 kg
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen« entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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