Super-Facelift

Kia macht den Optima deutlich attraktiver
Kia Optima 2016.
Optisch dezent überarbeitet, bietet der Optima im Modelljahr 2016 vor allem unter der Blechhaut viele Innovationen.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 24.08.2015

Köln, 24.08.2015 – Eigentlich hat Kia mit dem Optima einen bemerkenswert guten wie günstigen Passat-Gegner im Stall. Sonderlich viel Interesse hat der Koreaner in den letzten drei Jahren allerdings bei den deutschen Kunden nicht geweckt. Vermutlich wird daran auch ein umfassendes Facelift nichts ändern, welches der Limousine einen deutlichen Innovationsschub beschert. In den USA wurde der neue Optima bereits gezeigt, in Deutschland feiert er im September auf der IAA Premiere. Kurz danach ist bereits Marktstart.

Deutlich schicker: Die Heckleuchten des Kia Optima 2016 mit neuer, feiner LED-Lichtgrafik.
Deutlich schicker: Die Heckleuchten des Kia Optima 2016 mit neuer, feiner LED-Lichtgrafik.

Der Korpus der nunmehr 4,86 Meter langen Limousine blieb weitgehend unangetastet, doch wurden Front und Heckpartie deutlich sichtbar aufgefrischt. Die vorderen Leuchten wirken jetzt etwas filigraner, zudem gibt es ein neues LED-Tagfahrlicht in der eleganter gestalteten Frontschürze, während der Kühlergrill mit mehr Chromschick glänzt. Am Heck fällt die feine LED-Lichtgrafik der neu gestalteten Rückleuchten ins Auge, die nicht mehr in den oberen Bereich, sondern mehr mittig in die Heckklappe hineinlaufen. Ein paar mehr Chromakzente und zusätzliche Sicken in der Motorhaube runden optischen Feinschliff ab.

Die Front des Kia Optima 2016 bietet einen Kühlergrill mit mehr Chrom.
Die Front des Kia Optima 2016 bietet einen Kühlergrill mit mehr Chrom.

Weniger offensichtlich sind einige technische Verbesserungen der Karosserie. So hat sich der cw-Wert der von 0,30 auf 0,29 verringert. Außerdem kommen mehr hochfeste und ultrahochfeste Stähle zum Einsatz, die für eine höhere Verwindungssteifigkeit sorgen, was mit Verbesserungen bei Fahrdynamik und Crashverhalten einhergehen soll. Zugleich konnte die Karosserie um 8,6 Kilogramm leichter als beim Vorgänger gemacht werden.

Der Arbeitsplatz des Kia Optima präsentiert sich im Modelljahr 2016 aufgeräumter und wertiger.
Der Arbeitsplatz des Kia Optima präsentiert sich im Modelljahr 2016 aufgeräumter und wertiger.

Deutlich geändert wurde der Innenraum, der von einem sicht- und fühlbaren Modernitäts- und Qualitätsschub profitiert. Hier kommen mehr Softoberflächen, Metallakzente, Dämm- und neue Naturton-Materialien zum Einsatz. Zudem soll die neue horizontale Ausrichtung die Breite und Geräumigkeit im Innenraum stärker betonen. Schließlich wirkt der Arbeitsplatz entfrachtet und aufgeräumter als bisher. Anders als beim Außendesign kann man fast schon von einem neuen Interieur sprechen.

Clever: Serienmäßig wird es den Kia Optima mit Induktionsladung für Smartphones geben.
Clever: Serienmäßig wird es den Kia Optima mit Induktionsladung für Smartphones geben.

Neu sind auch eine Reihe von Assistenzsystemen. Zu den Innovationen gehört eine Gegenlenkunterstützung, die im Zusammenspiel mit dem ESP für mehr Stabilität bei Kurvenfahrten sorgen soll. Auch der kamerabasierte Spurhalteassistent greift in die Lenkung ein. Ein Abstandstempomat und ein autonomer Notbremsassistent, der den Wagen nötigenfalls bis zum Stillstand abbremst, ein Fernlichtassistent, ein Tot-Winkel-Warner und ein Querverkehr-Warnsystem fürs Rückwärtsrangieren sind weitere Neuheiten. Schick: Serienmäßig gibt es eine induktive Ladefunktion für Smartphones.

Neben etwas mehr Platz wird der Kia Optima 2016 noch eine bessere Geräuschdämmung bieten.
Neben etwas mehr Platz wird der Kia Optima 2016 noch eine bessere Geräuschdämmung bieten.

Überarbeitet hat Kia auch das Motorenprogramm des Optima. Der bekannte 1,7-Liter-Diesel bietet künftig 141 statt 136 PS sowie 340 Newtonmeter Drehmoment und eine Euro-6-Zertifizierung. In einer Eco-Version soll der Verbrauch auf 4,1 Liter pro 100 Kilometer sinken. Bisher waren es im Idealfall 4,9 Liter. Zudem verspricht Kia ein besseres Ansprechverhalten und eine bessere Laufruhe. Die Fahrleistungen haben sich marginal verändert: Statt in 10,3 sprintet die Version mit manuellem Sechsgang-Getriebe in glatt zehn Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit soll 203 statt 202 km/h betragen. Als neue Getriebeoption wird Kia ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe für den Diesel anbieten. Diese Automatik soll schnelle und geschmeidige Gangwechsel bei niedrigem Verbrauch (4,4 Liter) erlauben.

Steht vermutlich schon in den Startlöchern: Der Kia Optima Sportspace.
Steht vermutlich schon in den Startlöchern: Der Kia Optima Sportspace.

Der 163 PS starke 2,0-Liter-Benziner wurde vom Vorgänger weitgehend unverändert übernommen und lediglich auf Euro-6-Norm umgestellt. Eine Hybridversion soll 2016 folgen. Allerdings wird es sich dann um einen sogenannten Plug-in-Hybriden handeln, der einen mittelgroßen Radius rein elektrischen Fahrens erlaubt, für lange Strecken allerdings weitgehend vom konventionellen Benziner angetrieben wird. Noch keine Termine werden von Kia in Hinblick auf eine GT-Version genannt. Hier dürfte der Optima mit deutlich über 200 PS besonders dynamisch daher kommen. Und geräumiger dürfte der koreanische Passat-Gegner außerdem werden, denn wie bereits im März 2015 mit einer entsprechenden Studie angedeutet, wird es vom Optima in absehbarer Zukunft auch einen Kombi geben.

Preise für den neuen Optima nennt Kia noch keine, doch dürften sich diese am Niveau des Vorgängers orientieren. Derzeit kostet der Benziner rund 25.000 Euro, der Diesel ist für rund 27.000 Euro zu haben.

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(Bildmaterial: Kia)


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