Mercedes-Benz G-Klasse
Im neuen Mercedes-Benz G 500 schlummert ein neuer AMG-V8 unter der Fronthaube.

Effizienzvorteil dank AMG-Power

Gelände-Methusalem kriegt brandneuen V8

Köln, 04.05.2015 – Normalerweise werden Baureihen fünf bis sieben Jahre gebaut, danach folgt der obligatorische Generationswechsel. Die Mercedes G-Klasse setzt sich über diese Regel seit Jahrzehnten mit viel Erfolg hinweg. 36 Jahre wird der Ur-Geländewagen bereits gebaut und immer wieder in modellgepflegter Form auf einige neue Anforderungen hin angepasst. Die jüngste Auffrischung steht jetzt zum Sommer 2015 an. Beeindruckend ist vor allem der G 500 mit einem Downsizing-V8 aus dem AMG GT, der mehr Leistung bei weniger Verbrauch bietet.

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von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 04.05.2015

In Hinblick auf das Motoren-Update ging es vor allem um eine Verbrauchsreduzierung. Diese ließ sich im Fall des G 500 mit einer völlig neuen V8-Motorengeneration, die bisher in AMG-Modellen wie dem GT oder dem C 63 zum Einsatz kam, am einfachsten realisieren. Dabei handelt es sich um einen Vierliter-V8-Motor, der im Fall des G 500 dank Direkteinspritzung und Biturbo-Aufladung 422 PS und 610 Newtonmeter Drehmoment leistet. Derzeit kommt beim G 500 noch ein 5,5-Liter-V8-Motor zum Einsatz, der mit 389 PS den 2,5-Tonner in 6,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt und maximal 210 km/h schnell macht. Die vorläufigen Fahrwerte deuten hier ein kleine Verbesserung an, denn die neue Sprintzeit wird mit 5,9 Sekunden angegeben.

Ansonsten verspricht Mercedes eine besonders kompakte und leichte Bauweise des 4,0-Liter-V8-Motors, was unter anderem dem platzsparend im V der Zylinderbänke untergebrachten Turbolader-Doppel und einem Kurbelgehäuse aus Aluminium zu verdanken ist. Die Piezo-Benzin-Direkteinspritzung und das strahlengeführte Brennverfahren sorgen zudem für eine hohe Effizienz. Zylinderlaufbahnen mit Nanoslide-Technologie sollen außerdem für niedrige innere Reibung und eine damit einhergehende Effizienzsteigerung sorgen. Bei Ampelstopps hilft zudem eine Start-Stopp-Automatik für bessere Verbrauchswerte. Auf die spannende Frage nach dem konkreten Verbrauchswert hat Mercedes noch keine konkrete Antwort. Einen offiziellen Prüfstandswert gibt es noch nicht, wie ein Pressesprecher des Stuttgarter Autobauers auf Nachfrage von PKW.de verriet.

Auch die anderen Motoren leisten mehr

So kennt man sie: Die kraxelnde G-Klasse von Mercedes.
So kennt man sie: Die kraxelnde G-Klasse von Mercedes.
Auch die anderen Antriebsvarianten des G-Modells wurden mit einigen kleinen Maßnahmen effizienter, bei gleichzeitig leicht angehobener Leistung. Die Dieselversion G 350d leistet nun 245 PS und 600 Newtonmeter statt 211 PS und 540 Newtonmeter. Beim AMG G 63 stieg die Leistung des V8-Benziners um 27 auf 571 PS und 760 Newtonmeter. Der Zwölfzylinder G 65 erstarkte von 612 auf 630 PS, und das Drehmoment stieg sogar auf 1.000 Newtonmeter. Während bei den AMG-Modellen die Sprintzeit unverändert bei 5,3 (G 65) respektive 5,4 Sekunden bleibt, kann der Diesel künftig in 8,9 Sekunden und damit um 0,2 Sekunden schneller als bisher sprinten.

Nebenbei will Mercedes das Fahrwerk der G-Klasse zum Modelljahr 2016 noch in einigen Details feinjustiert haben. So wurde mit optimierten Stoßdämpfern das Serienfahrwerk neu abgestimmt, was einerseits für mehr Komfort und andererseits für verminderte Aufbaubewegungen sorgen soll. Zugleich wurden ESP, ASR und ABS neu kalibriert. Neu ist für den G 500 zudem eine per Knopfdruck verstellbare Dämpfung, die dem Fahrer die Wahl zwischen einer komfortablen und einer sportlichen Einstellung erlaubt.

Neue Farben, breitere Kotflügel

Mit neuem Kombiinstrument: Mercedes G-Klasse.
Mit neuem Kombiinstrument: Mercedes G-Klasse.
Optisch hat es auch ein paar kleinere Anpassungen gegeben. G 350 d und G 500 erhalten neu designte Stoßfänger und eine nunmehr serienmäßige AMG-Kotflügelverbreitung in Wagenfarbe. Apropos Wagenfarbe: Hier wurden ein paar neue Lackierungen wie etwa ein auffälliges Aliengreen ins Programm genommen. Der G 350 d erhält überdies als Serienausstattung 18-Zoll-Alus im 5-Speichen-Design. Im Innenraum fallen zudem das Kombiinstrument in Zwei-Tuben-Optik mit 11,4-cm-Multifunktionsdisplay und neu gestalteten Zeigern und Zifferblättern auf. Auch die beiden AMG-Modelle erhalten dieses neu gestaltete Kombiinstrument.

Zur Jahresmitte 2015 will Mercedes Bestellungen für die neue G-Klasse entgegennehmen. Die Auslieferung dürfte dann in Richtung Herbst folgen. Preise nennt der Stuttgarter Autobauer noch keine.

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(Bildmaterial: Mercedes-Benz)


Alle Artikel in: Autonews

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