Neues Gesicht, neuer Name: Die aufgefrischte M-Klasse alias GLE.
Mercedes hat die M-Klasse stark überarbeitet. Außerdem wurde sie in GLE umgetauft.

Wat, wer bist du denn?

Mercedes stellt den neuen GLE vor (und damit das M-Klasse-Facelift)

Köln, 26.03.2015 – Wenn man die Nachricht liest, dass Mercedes den neuen GLE präsentiert, könnte man überrascht über diese mutmaßlich komplett neue Baureihe sein. Doch ein Blick auf die Bilder verrät: Es geht um die M-Klasse, beziehungsweise um die Ex-M-Klasse, denn diese kriegt nicht nur die turnusgemäße Modellpflege verpasst, sondern gleich noch einen neuen Namen: GLE. Und das ist nicht die einzige Sensation.

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von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 26.03.2015

Bei der Umbenennung von der M-Klasse zum GLE wird es übrigens nicht bleiben, denn auch andere Baureihen folgen diesem Beispiel So wird aus dem GL der GLS, dem GLK der GLC und aus dem SLK der SLC. Doch zurück zur M-Klasse…, pardon, zum GLE. Dieser wurde optisch und technisch aufgefrischt, um besser für den harten Wettbewerb der kommenden Jahre gerüstet zu sein. Optisch dürfte das gut funktionieren, denn vor allem das Gesicht erfreut sich einer deutlichen Auffrischung. Die Scheinwerfer wurden nicht nur optisch, sondern auch technisch aufgewertet, denn gegen Aufpreis kann man die LED-Ausführung Intelligent Light bestellen. Im Kühlergrill wird der Stern jetzt von zwei deutlich wuchtigeren Spangen getragen, die zudem dreidimensionaler wirken. Bestellt man das AMG-Line-Exterieurpaket, gibt es in der unteren Frontschürze eine besonders große, trapezförmige Luftöffnung, die von zwei großen seitlichen Schlunden flankiert wird. Im Innern der großen und dreidimensional ausgeformten Öffnungen befinden sich Verkleidungen mit wabenförmiger Gitteroptik. Schließlich wurde die Motorhaube mit Power-Dome-Sicken aufgepeppt, auch die Kotflügel wurden markanter gezeichnet.

Neue Heckleuchten, neue Auspuffendrohre

Neue Auspuffendrohre, neue LED-Rückleuchten: Das Heck des Mercedes GLE.
Neue Auspuffendrohre, neue LED-Rückleuchten: Das Heck des Mercedes GLE.
Am Heck fallen die Modifikationen dezenter aus. Neu ist die Lichtgrafik der LED-Heckleuchten, bei denen das Rückfahrlicht aus der Mitte nach unten wanderte. Die untere Heckschürze zieren jetzt in den zivileren Varianten zwei trapezförmige Auspuffendrohre. Neue Felgendesigns und Optik-Pakete wie das erwähnte AMG-Line-Exterieur- oder das Night-Paket runden die Außenmaßnahmen ab.

Kräftig renoviert und aufgewertet hat Mercedes auch den Innenraum der M-Klasse/des GLE. Auffälligste Neuerung ist der große Bildschirm der Infotainment-Navigations-Einheit. Statt in einem Schacht eingebettet, ist dieser nun, wie schon bei vielen anderen Mercedes-Baureihen, freistehend zentral auf dem Armaturenbrett montiert. Das serienmäßig sieben Zoll große Display ist schick gerahmt und präsentiert sich wie ein iPad. Die darunter befindliche Bedieneinheit, die unter anderem eine Zehnertastatur beinhaltet, wurde mit einer neuen Oberfläche versehen, die sich farblich besser ins Gesamtensemble einfügt. Neu geformt wurden auch die zentralen Lüftungsdüsen, die zudem mit Chromschmuck verziert wurden. Das Lenkrad ist ebenfalls neu, es verfügt über drei statt vier Speichen und über mehr Bedientasten. Neu sind außerdem die Innenraumfarben und Zierelemente.

Praktische Online-Dienste, praktisches Touchpad

Schick: Der große, freistehende Bildschirm mit edler Rahmung.
Schick: Der große, freistehende Bildschirm mit edler Rahmung.
Einen größeren Acht-Zoll-Multimedia-Bildschirm bekommt man für den GLE, wenn man das System Comand online bestellt, welches unter anderem mit einem Touchpad in der Mittelkonsole kombiniert wird und viele onlinebasierte Dienste mit sich bringt. Für die Navigation gibt es so praktisch sinnvolle Helfer wie eine Verkehrszeichenerkennung oder die Einbindung von Echtzeit-Verkehrsdaten in die Routenführung.

Auch bei den Assistenzsystemen und in der Funktionalität hat Mercedes den GLE ebenfalls aufgerüstet. Neu sind ein Seitenwindassistent und ein in seiner Funktionsweise verfeinerter Kollisionswarner. Optional kann man den Abstandstempomat Distronic Plus bestellen, der unter anderem einen Stop&Go-Piloten samt Lenkassistenten bietet. Die Pre-Safe-Bremse hat jetzt eine Fußgängererkennung, zudem gibt es einen Kreuzungs-Assistenten, einen aktiven Spurhalte-Assistenten und einen Totwinkel-Warner. Für die Komfort-Freunde bietet der GLE außerdem noch ein Paket, welches neben einer elektrischen Heckklappe noch Servoschließung aller Türen und eine Rückfahrkamera umfasst. Neu ist auch eine elektrisch ausfahrbare Anhängerkupplung, deren Erwerb an eine spezielle ESP-Abstimmung mit Anhängerstabilisierung gekoppelt ist.

Neungang-Automatik und E-Antrieb

Bei den Motoren wurde das Angebot überarbeitet beziehungsweise erweitert. Folgende Aggregate stehen künftig zur Wahl:

GLE 250 d: R4-Diesel, 204 PS/480 Nm, 5,4 Liter Verbrauch. Allrad optional.
GLE 350 d 4Matic: V6-Diesel, 258 PS/620 Nm, 6,4 Liter Verbrauch.
GLE 400 4Matic: V6-Benziner, 333 PS/480 Nm, 8,8 Liter Verbrauch.
GLE 500 4Matic: V8-Benziner, 435 PS/700 Nm, 11,0 Liter Verbrauch.
GLE 500e: Plug-in-Hybrid (V6-Benziner/E-Motor), 442 PS/650 Nm, 3,3 Liter Verbrauch.
AMG GLE 63: V8-Benziner, 557 PS/700 Nm, 11,8 Liter Verbrauch.
AMG GLE 63 S: V8-Benziner, 585 PS/760 Nm, 11,8 Liter Verbrauch.

Intelligentes Licht: Das optionale LED-Licht erlaubt es, mit Dauerfernlicht zu fahren.
Intelligentes Licht: Das optionale LED-Licht erlaubt es, mit Dauerfernlicht zu fahren.
Die AMG-Versionen sind übrigens die einzigen, zu denen Mercedes die Fahrwerte nennt. Die schwächere Version braucht 4,3 Sekunden für den Sprint, die S-Variante 4,2 Sekunden. Die jeweils obligatorischen 250 km/h lassen sich für diese Kraftpakete gegen Aufpreis auf 280 km/h anheben. Neu ist übrigens bei den Dieselmotoren ein 9-stufiges Automatikgetriebe, während alle Benziner mit der bekannten 7-Gang-Automatik auskommen müssen. Spektakulär erscheint der Verbrauchswert des GLE 500e, was allerdings dem spezifischen Messzyklus für Plug-in-Hybride zu verdanken ist, denn hier werden die rein elektrischen Fahrten besonders hoch angerechnet. Die 8,8-kWh-Batterie, die man an einer herkömmlichen Steckdose in gut zwei Stunden laden kann, soll 30 Kilometer rein elektrisches Fahren bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h erlauben.

Premiere in New York

Premiere feiert die ehemalige M-Klasse übrigens Anfang April 2015 auf der New York Auto Show, die Markteinführung folgt wenige Monate später. Preise hat Mercedes noch nicht genannt, doch dürfte der Basispreis nur geringfügig steigen. Derzeit kostet eine M-Klasse mindestens 56.000 Euro.

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(Bildmaterial: Mercedes-Benz)


Alle Artikel in: Autonews

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