Wenn Mini auf Maxi macht

Die Neuauflage der Kombivariante Clubman stellt sich vor
Mini Clubman (2016).
Fast schon ein Kombi: Der neue Mini Clubman.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 25.06.2015

Köln, 25.06.2015 – Klein und bescheiden waren einst die Anfänge von Mini, als BMW Anfang 2001 den schicken und unglaublich engen Mini One in den Markt brachte. Auf zwischenzeitlich acht Karosserievarianten wurde das Portfolio der BMW-Marke in den folgenden 14 Jahren aufgebläht. Als eine im Wortsinn feste “Größe” hat sich dabei der Clubman etabliert, der heute im Rahmen einer statischen Pressepräsentation erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Wie bereits der 2014 in dritter Generation neu aufgelegte Standard-Dreitür-Mini, setzt auch der Clubman auf der neuen BMW-Frontantriebsplattform UKL (Untere Klasse) auf. Damit teilt sich der Clubman die gleiche technische Basis mit dem BMW 2er Active Tourer und bietet damit auch exakt den gleichen Radstand von 2,67 Metern. Entsprechend bietet der Clubman im Vergleich zum viertürigen Mini zusätzlich 10 Zentimeter mehr Raum zwischen den Achsen, die 4,25 Meter lange Karosserie überragt diesen gar um 27 Zentimeter.

Alter Stil, aber mit vielen praktischen Innovationen: Der Innenraum des Mini Clubman.
Alter Stil, aber mit vielen praktischen Innovationen: Der Innenraum des Mini Clubman.

Beim Clubman geht es denn auch weniger um knackige Porportionen, als vielmehr um ein gehobenes Niveau an Alltagstauglichkeit und Nutzwertigkeit. Anders, als man es von Mini gewohnt ist, gibt sich der neue Clubman wirklich geräumig. Nichtsdestotrotz ist sein Innenraumstyling sehr vom eigenwilligen Charme der Neuzeit-Mini-Tradition geprägt. Also gibt es auch hier ein pizzatellergroßes Anzeigekonglomerat zentral im Armaturenbrett, während Rundinstrumente auf der Lenksäule die fahrerelevanten Basisinfos kredenzen. Diese kann man neuerdings auch über ein Head-up-Display angezeigt bekommen. Neu ist auch das gehobene Qualitätsniveau der Materialien, wie auch die endlich langstreckentauglichen Sitze oder der praktische iDrive-Controller in der Mittelkonsole für die Einhand-Bedienung des Infotainment-Navisystems. Auch neu: Die elektromechanische Feststellbremse wird nur noch über einen kleinen Knopf in der Mittelkonsole aktiviert.

Der neue Mini Clubman bietet fast so viel Platz wie ein Kombi.
Der neue Mini Clubman bietet fast so viel Platz wie ein Kombi.

Wiederum eine eigenwillige, klassische Clubman-Lösung bietet der Zugang zum Kofferraum über zwei gleichgroße, seitlich öffnende Flügeltüren. Eine große und nach oben klappende Hecktür gibt es weiterhin nicht. Der Kofferraum selbst ist mit 360 Litern ordentlich dimensioniert und bietet unter dem herausnehmbaren Kofferraumboden noch zusätzlichen Platz. Mit der im Verhältnis 40:20:40 umlegbaren Rückbank wächst das maximal erreichbare Volumen auf immerhin 1.250 Liter, was auf gutem Kleinwagenkombi-Niveau liegt. Apropos Sitzbank: Erstmalig bietet Mini ein Modell mit fünf Sitzgelegenheiten an, wenngleich der Mittelsitz auf der Rückbank mit Komfort geizen dürfte.

Der Maxi unter den Minis: 4,25 Meter ist der neue Clubman lang.
Der Maxi unter den Minis: 4,25 Meter ist der neue Clubman lang.

Mini wird den Clubman zunächst in drei Motorisierungen anbieten. Basisversion ist der Clubman Cooper mit einem Dreizylinder-Benziner, der dank Aufladung immerhin 136 PS aus 1,5 Liter Hubraum kitzelt und damit einen Sprint in 9,1 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h erlaubt. Im Idealfall soll sich der 1,3-Tonner mit knapp über fünf Litern Benzin auf 100 Kilometer begnügen. Deutlich zackiger ist der Clubman Cooper S unterwegs, dessen Vierzylinder-Benziner aus zwei Liter Hubraum 192 PS schöpft. 7,1 Sekunden beim Sprit und 228 km/h lauten die knackigen Fahrleistungen bei rund sechs Litern Verbrauch. Effizienzmeister ist der Clubman Cooper D, denn sein Zweiliter-Vierzylinder-Diesel mit 150 PS und 330 Newtonmetern Drehmoment soll mit knapp über vier Liter auskommen. 8,5 Sekunden beim Sprint und 212 km/h Topspeed lauten die Fahrwerte. Grundsätzlich gibt es alle Motorvarianten als Fronttriebler mit manuellem Sechsgang-Getriebe. Alternativ wird eine achtstufige Automatik von ZF angeboten.

Schick: Die großen LED-Rückleuchten des Mini Clubman.
Schick: Die großen LED-Rückleuchten des Mini Clubman.

Publikumspremiere feiert der Mini Clubman auf der IAA im September 2015, offizieller Marktstarttermin in Deutschland ist der 31. Oktober 2015. Dann wird der Clubman in der Einstiegsversion mit Dreizylinder für 23.900 Euro angeboten, der Diesel für 26.900 und der S für 27.500 Euro. Da Mini ein sehr umfangreiches Programm an optionalen Premium-Extras auch für den Clubman im Angebot haben wird, sollte es entsprechend leichthin möglich sein, mit Ledersitzen, Super-Navi und weiteren Nettigkeiten einen Preis jenseits der 40.000 Euro zu provozieren.

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(Bildmaterial: Mini)


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