Der Peugeot 3008 ist das Auto des Jahres

Der französische Alleskönner ist zwar Auto des Jahres 2017, doch Zeit, ihm Tribut zu zollen.
Auto des Jahres von Peugeot
Der Franzose ist nach wie vor gut. otomobil / Shutterstock.com
christoph
Einleitung von Christoph Sedlmaier, Redakteur bei PKW.de 16.03.2018

Das französische Kompakt-SUV ist nach wie vor ein starkes Auto. Er bietet neben moderner Technik und einem neuartigen Interieur auch ein markantes Design und bleibt in seinem Segment eine gute Alternative zu den Platzhirschen Nissan Qashqai, Opel Grandland X, Renault Kadjar oder VW Tiguan. PKW.de blickt noch einmal auf das Auto des Jahres 2017 zurück.

Solides Gesamtpaket

Mit dem Peugeot 3008 haben die Franzosen einen Coup und Erfolg gelandet: 319 Punkte und 21 Einzelgewinne konnte das neue SUV für sich verbuchen und somit die begehrte Trophäe „Auto des Jahres“ für sich einstreichen. Die neu gestaltete Front, sie wurde etwas länger als beim Vorgänger, die flache Motorhaube sowie das frisch gestaltete Heck des Peugeot ernteten viel Lob und Gefallen. Doch es dürfte nicht nur das eindeutig als SUV definierte Erscheinungsbild sein, was die Jury überzeugt hat, sondern auch die neuen Ideen in der Fahrgastzelle.

Peugeot überzeugt mit einem guten Innenleben. Rasta777 / <a href='http://www.shutterstock.com/'>Shutterstock.com</a>
Peugeot überzeugt mit einem guten Innenleben. Rasta777 / Shutterstock.com

Das Zweispeichenlenkrad ist herabgesenkt worden, damit der Fahrer nun einen leichteren und „erhabeneren“ Blick über das Lenkrad auf das 12,3 Zoll große Display. Der PSA-Konzern nennt das neue Konzept „i-Cockpit“ und weckt somit gewollt Assoziationen an Apple und neue digitale Lösungen. Die Idee dahinter ist der Eindruck eines Head-up-Displays, obwohl dieses nicht im Peugeot vorhanden ist, aber es soll die Aufmerksamkeit des Fahrers nicht unnötig auf sich ziehen, wenn er die Geschwindigkeit seines Vehikels im Auge behalten will. Das serienmäßige „i-Cockpit“ wird durch einen größeren Abstand der Lenkradnabe zu den Anzeigen ermöglicht. Die individuelle Anpassung und Konfigurierbarkeit der Anzeige ist ein großes Plus. Neben den klassischen Rundinstrumenten kann der Fahrer ein kreatives Anzeigekonzept wählen (digitale Bandinstrumente) oder die Navigationskarte immer im Blick behalten.

Neben dem Interieur sind es vor allem die verfügbaren Motoren, die beim 4,45 Meter langen 3008 punkten. Es stehen jeweils zwei Benziner und Diesel zur Auswahl. Das Angebot reicht von einem 1,2l (130 PS) bis 1,6l (165 PS) Einspritzer über einen 1,5l Blue Hdi (130 PS) zu einem 2-Liter-starken (177 PS) Diesel. Die Verbrenner sind mit einem 6-Gang-Schalt- oder 6-Stufen-Automatikgetriebe verfügbar, während beim Diesel auf eine 8-stufige-Automatik ausgewichen werden kann. Die Motoren bestechen besonders durch ihre moderaten Verbrauchswerte bei einem Tankvolumen von 52,5 Litern: Bei den Benzinern liegt der Maximalverbrauch bei 6 l/ 100 km und bei den Diesel bei höchstens 4,9 Litern auf 100 km. Neben dem Verbrauch sind auch die Emissionswerte von maximal 136g/km (1,6-Liter-Benziner) sowie 129g/km (2-Liter-Diesel) annehmbar. Ebenso ist der 3008 serienmäßig mit einem SCR-Kat ausgerüstet worden, womit die verringerten Schadstoffwerte möglich sind. Ebenfalls erregt der Wagen mit seinen hell leuchtenden LED-Lichtern für Aufsehen, hier ist besonders das markante Heck hervorzuheben.

Moderne Sicherheits- und Bediensysteme

Die Fahrgastzelle des Peugeot ist sehr modern und übersichtlich gestaltet worden, somit folgen auch die Franzosen einem gegenwärtigen Trend. Die Designer haben sich bei der Ausgestaltung viel Mühe gegeben und ein interessantes und frisches Auftreten hervorgebracht.

Dies zeigt sich nicht nur in der Möglichkeit, in der GT-Variante des Modells seine Sitze mit Alcantara- oder Nappa-Leder ausstatten zu können, sondern auch einen Stoffbezug über die Armaturen ziehen zu lassen. Neue Ideen und Inspirationen haben sich nicht nur auf die Sitzbezüge, sondern auch auf die Gestaltung der Mittelkonsole gelegt: Unterhalb eines digitalen Bildschirms sind sechs Tasten mit den wichtigsten Funktionen angeordnet worden: Radio, Klimatisierung, Navigation, Fahrzeugeinstellungen, Telefon und Konnektivität mit mobilen Geräten. Hier ist das „Mirror-Screen-System“ zu nennen, das es dem Fahrer ermöglicht, sein angeschlossenes Smartphone vor der Fahrt vom Touchscreen oberhalb der Mittelkonsole bedienen zu können.

Doch das Kompakt-SUV weiß auch durch seine Sicherheitssysteme zu überzeugen. Die „Active Safety Brake“ ist ein Notbremsassistent der neuen Generation, der das Fahrzeug selbsttätig abbremst, wenn die durch den Fahrer vorgenommene Bremsung zu schwach sein sollte. So will das System einen Aufprall bestenfalls verhindern, oder zumindest entscheidend abschwächen. Im Stoßfänger untergebrachte Kameras und Radarsysteme erkennen Fußgänger und andere Fahrzeuge. Ein weiteres unterstützendes System ist die „Grip Control“, die das Führen des Fahrzeugs auf einer schwierigen Fahrbahn weiterhin ermöglichen soll. Zur Einstellung dient hier ein Drehknopf, der sich oberhalb des Schalt- oder Wahlhebels befindet. Ebenso soll der progressive Bergabfahrassistent starke Gefälle abschwächen, indem er sich der Neigung der Straße anpasst. Damit auch das Stresslevel und die Nerven geschont werden.

Das Preisangebot stimmt

Wer sich nun für einen neuen Peugeot 3008 entschieden hat, erhält ein tolles SUV, das sehr viel zu bieten hat. Neben einer ansprechenden Auswahl an Antrieben und einem neuen Innenleben bietet der Franzose auch einen fairen Preis: Peugeot gibt den Basispreis mit 23.650,00€ an und das Kompaktauto bietet dafür reichlich. Bereits die serienmäßigen Elemente bieten dem interessierten Kunden tolle Optionen an, während optionale Ausstattungen die Wünsche nach mehr ohne Probleme erfüllen können. Ebenso ist ein Kofferraumvolumen von 520 Litern durchaus großzügig.

Somit ist der 3008 durchaus eine interessante Alternative zum Nissan Qashqai, Opel Grandland X, Renault Kadjar oder VW Tiguan, welche allesamt gute Gebrauchtwagen abgeben.


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