Fiat Scudo – gigantisch viel Raum für Passagiere und Gepäck

Der Fiat Scudo kam im Jahr 1996 auf den Markt und konnte sich sofort im Bereich Transport und Personenbeförderung etablieren. Auf dem Peugeot-Fiat-Joint-Venture Eurovan basierend, bot der Scudo eine Menge Platz zum kleinen Preis und konnte obendrein durch seinen geringen Verbrauch und seine robuste Bauweise punkten. Die 2007 herausgekommene zweite Version baut diese Stärken konsequent aus und ist vor allem in der Version als Kleinbus extrem beliebt. In zwei Größen erhältlich, besitzt der leistungsstarke Riese eine Maximallänge von mehr als fünf Metern, einen Radstand von drei Metern und ein Ladevolumen von 3.000 l bis 7.000 l – wer sich für die Version als Kastenwagen interessiert, fährt einen bis zu 2,29 m hohen Koloss spazieren, mit dem man einen handelsüblichen Umzug mit Leichtigkeit bewerkstelligen kann. Sehr löblich ist dabei die Laufruhe des Motors. Wo andere Kleinbusse gerne rappeln und brummen, bietet der Fiat Scudo als Neuwagen und Gebrauchtwagen eine ruhige Fahrt. Doch nicht nur die Passagiere freuen sich über die gute Verarbeitung des Scudo: An Bord befindet sich serienmäßig ein leistungsstarkes ESP (Elektronisches Stabilitätssystem). Auf Wunsch wird die Ausstattungspalette durch eine Luftfederung der Hinterachse erweitert; ein optionales Navigationssystem und eine automatische Klimaanlage vereinfachen die Fahrt enorm, während das modulare Sitzsystem bis zu neun voll funktionsfähige Sessel bereitstellt. Der Motor selbst ist kraftvoll und sparsam, die Lenkung geht flink von der Hand, und der Wendekreis ist für einen derartigen Titanen erstaunlich gering. Alles in allem wundert es nicht, dass der moderne Fiat Scudo im Bereich des Personentransports als Neuwagen wie auch als Gebrauchtwagen zu den beliebtesten Fahrzeugen zählt.

Der Fiat Scudo ist modern, geräumig und in mehreren Größen erhältlich

Betrachtet man den Fiat Scudo von außen, kommt man nicht umhin, Fiat für die gewählte Designlinine zu gratulieren. Der Wagen wurde kastenförmig konzipiert, um eine größtmögliche Ladekapazität zu gewährleisten, während die Front modern und geschwungen daherkommt. Wird der Scudo für den Transport genutzt, ist das Aussehen zweitrangig – doch im Bereich der Personenbeförderung sollte der Kleinbus schon etwas hermachen. Neben der flachen Motorhaube und dem ausgeprägten Stoßfänger fallen vor allem die riesigen Frontscheinwerfer des Wagens auf. Hinter den Leuchten prangt auf beiden Seiten der Haube ein ausgeprägter Steg, welcher sich bis in die Kotflügel hinein zieht und organisch in die A-Säulen übergeht.

Die Flanken des Kleinbusses sind flach und steil – an dieser Stelle vermeidet Fiats zuverlässiges Arbeitstier Schnörkel und Verzierungen und konzentriert sich lieber auf einen einfachen Einstieg und einen leichten Zugriff auf alle Sitzplätze. Der Fiat Scudo ist in zwei Ausführungen erhältlich: Die 4,80 m lange Version kommt mit einem Radstand von knapp 3 m daher, während die 5,14 m messende Langversion volle 3,12 m Radstand aufweist. Was die Höhe angeht, misst der Scudo entweder 1,88 m oder 1,98 m – die Breite beträgt bei allen Modellen stolze 1,90 m. Einen Sonderfall stellt die Version als Kastenwagen dar. Stolze 2,29 m Höhe stellen sicher, dass jeder Umzug problemlos vonstattengeht.

Die Verarbeitung des Fiat Scudo ist hervorragend und macht den Kleinbus als Neu- und Gebrauchtwagen zu einem zuverlässigen und äußerst widerstandsfähigen Begleiter. Alle Spaltmaße sind gering und gleichmäßig, während man während der Fahrt vergeblich nach einem Rappeln oder Klappern lauscht. Dazu trägt sicher der hochwertige Dieselmotor seinen Teil bei, dessen Laufruhe vorbildlich ausfällt und der auf der Autobahn wie in der Innenstadt durch vornehmes Unterstatement glänzt – leise ist er nämlich auch noch. Er hat auch gar keine andere Wahl, denn der Unterboden des Fiat Scudo ist verkleidet und im Bereich des Motors zusätzlich versiegelt. Neben einer angenehmen Soundkulisse schützt die Versiegelung vor Schmutz und Beschädigungen und erhöht die Spriteffizienz des Kleinbusses durch eine höhere Windschnittigkeit. Schutz bieten auch die rundum angebrachte Kunststoffbeplankung und der massive Stoßfänger. Kratzer und kleine Rempler steckt der Fiat Scudo also locker weg.

Der Einstieg fällt beim Scudo auf allen Plätzen problemlos aus. Große Fronttüren und enorm breite Schiebetüren auf beiden Seiten bieten auch älteren und körperlich beeinträchtigten Passagieren einen einfachen Zustieg. Wer sich am Kofferraum zu schaffen macht, freut sich über die weit öffnende Klappe und die niedrige Ladekante, welche mithilfe der aufpreispflichtigen Luftfederung um weitere 5 cm gesenkt werden kann. In Sachen Übersicht gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden, denn alleine die knapp 1,70 m² große Frontscheibe sorgt für einen anständigen Überblick im Straßenverkehr. Nimmt man die hohe Sitzposition, die großen Fenster und die großzügig bemessenen Außenspiegel hinzu, können die enormen Maße des Kleinbusses problemlos in jede Parklücke manövriert werden.

Trotz stattlicher Ausmaße flott unterwegs: Der Fiat Scudo gibt sich leicht beherrschbar

Neben der hohen Laufruhe kann der Fiat Scudo als Neu- und Gebrauchtwagen vor allem mit seiner guten Federung punkten. Das Fahrwerk ist auf einen hohen Komfort ausgelegt und fällt sehr weich aus, sodass der Kleinbus lange Bodenwellen und Fahrbahnunebenheiten kaum wahrnimmt. Aufbaubewegungen um die Längsachse treten trotzdem kaum auf, sodass Passagiere zu jeder Zeit ruhig und bequem reisen. Greift man zur optionalen Luftfederung mit Niveauregelung, verbessert sich der Federungskomfort ein weiteres Mal. Obendrein sorgt die Luftfederung dafür, dass die Federwege auch beim Erreichen der Maximalzuladung praktisch gleich bleiben.

Die Richtungsstabilität des Wagens ist gut; Spurrillen und Schlaglöcher schluckt der Fiat Scudo meisterlich. Schnelle Richtungswechsel rufen das serienmäßige ESP (Elektronisches Stabilitätssystem) auf den Plan, welches daraufhin für eine spürbare Untersteuerung sorgt. Fahranfänger und um Umgang mit derartig großen Wagen unerfahrene Fahrer freuen sich darüber, denn dadurch ist der Fiat Scudo leicht zu beherrschen. Die Lenkung selbst geht leicht von der Hand und gibt eine gute Rückmeldung. Ebenfalls sehr erfreulich ist der geringe Kraftaufwand – Parkmanöver arten auf diese Weise nicht in wildes Gekurbel aus. Muss der Fiat Scudo einmal schnell stillstehen, beißen sich die Bremsen zuverlässig in den Asphalt und bringen den Koloss bei einem Tempo von 100 km/h in etwas unter 40 m zum Stillstand.

Ob als Neu- oder Gebrauchtwagen: Der Fiat Scudo bietet mehr als genug Platz

Nimmt man im Fiat Scudo Platz, fällt zuerst die recht straffe Bespannung der Sitze auf. Die keineswegs unbequeme Polsterung stellt sicher, dass auch lange Fahrten ohne Rückenprobleme ablaufen – der Fahrersitz kann obendrein in der Höhe verstellt werden und verfügt über eine justierbare Lordosenstütze. Wer während der Fahrt gerne die Sitzposition wechselt oder sich ein wenig streckt, hat Glück: Ein besseres Raumgefühl als im Fiat Scudo ist kaum umsetzbar, man fühlt sich selbst in der hintersten Reihe sicher aufgehoben und erfreut sich an einer enormen Knie- und Ellenbogenfreiheit. Generell dominiert im Innenraum graues und schwarzes Hartplastik, was den Wagen auch bei Dauerbelastung sehr widerstandsfähig macht.

Die Mittelkonsole ist übersichtlich gestaltet und beinhaltet ab Werk ein CD-fähiges Radio und den am unteren Ende angebrachten Schaltknüppel. Serienmäßig an Bord sind ein ESP (Elektronisches Stabilitätssystem), eine Traktionskontrolle und je nach Fahrzeuggröße fünf bis neun voll funktionsfähige Sitze. Der Kofferraum fällt geradezu titanisch aus und bietet selbst bei voller Sitzzahl noch 400 bis 700 l Stauraum. Baut man die 3. Sitzreihe aus, vergrößert sich der Raum auf knapp 1.600 l, während der Wagen bei komplett entfernten Sitzbänken zwischen 3.000 l und 5.000 l Stauraum auf den Tisch legt. Wer im Transportbereich arbeitet und sich für die große Version als Kastenwagen interessiert, erhält sogar 7.000 l und muss sich damit nie wieder Sorgen um anstehende Umzüge machen.

Zu den besten Zusatzfeatures gehört sicher die Luftfederung, welche das Handling des Wagens vor allem bei voller Zuladung erheblich verbessert. Ein optionaler Tempomat steigert den Fahrkomfort, während ein integriertes Navi mit ausfahrbarem Bildschirm die Wegfindung zum Kinderspiel werden lässt. Eher auf den Komfort der Passagiere ausgelegt sind die automatische Klimaanlage und ein abschließbares Kühlfach mit Getränkehalter. Außerdem sind Deckenlichter mit Punktstrahlern für alle Plätze sowie ein Kinderüberwachungsspiegel erhältlich – damit ist es so einfach wie nie zuvor, einen strengen Blick auf die hinteren Plätze zu werfen.

Der Fiat Scudo gehört zu den stillen und starken Typen

Mit dem Fiat Scudo erhält man so oder so einen leistungsstarken und sehr leisen Begleiter. Selbst in der günstigsten Variante legt der Kleinbus ganze 1.997 cm³ Hubraum, 94 kW bei 4.000 U/min. und ein maximales Drehmoment von 300 N⋅m bei 2.000 U/min. auf die Waage. Wer ein wenig mehr investiert, fährt 1.956 cm³ Hubraum, 120 kW bei 3.750 U/min. und ein maximales Drehmoment von 340 N⋅m bei 2.000 U/min. spazieren und bewältigt damit auch äußerst knackige Steigungen im Handumdrehen.

Fiat Scudo
ProduktionszeitraumSeit 1996, aktuelle Baureihe: seit 2007
Preis (Neuwagen)ab 28.441 €
Höchstgeschwindigkeit170 km/h
Verbrauch (kombiniert)7,0 l/100 km
CO₂183 g/km
Zylinder/Ventile4/16
Hubraum1.997 cm³
Leistung (kW/PS bei U/min.)94/128 bei 4.000; 120/163 bei 3.750
Drehmoment (N⋅m bei U/min.)300 bei 2.000; 340 bei 2.000
Maße (L x B x H)4.805 mm x 1.895 mm x 1.880 mm; 5.135 mm x 1.895 mm x 2.290 mm
AntriebFront
Tankinhalt80 l
TreibstoffDiesel
Leergewicht1.846–2.036 kg
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen« entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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