Schöner Schnitt

Chevrolet zeigt jetzt auch das neue Camaro Cabrio
Chevrolet Camaro Cabriolet.
Offen und herrlich: Chevrolet Camaro Cabriolet 2016.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 25.06.2015

Köln, 25.06.2015 – Nach der Präsentation des neuen Chevrolet Camaro Coupé im Mai 2015 folgen nun erste Bilder und Infos zum Cabrio-Derivat. Anfang 2016 soll das schnittige Frischluft-Mobil in den USA auf den Markt kommen. Auch in Deutschland dürfte die Neuauflage wieder angeboten werden, denn trotz des Rückzugs der Marke Chevrolet aus dem deutschen Markt werden hierzulande neben der Corvette auch weiterhin die beiden Camaro-Versionen über Cadillac Europe vertrieben.

Wie bereits das Coupé, so bietet auch die stark überarbeitete Blechhaut des offenen Camaro eine verführerische Will-haben-Aura. Im Vergleich zum Vorgänger vermittelt sie mehr Dynamik und Leichtigkeit dank einer eleganteren Linienführung mit besonders scharfkantigem Sickenspiel. Mit schlanker Taille und dem knackigen Heck steht die Cabrioversion einfach schnittig da. Aufgewertet wurden auch die filigraner gezeichneten Leuchteinheiten mit schicker LED-Technik.

Coole Karre: Chevrolet Camaro Cabrio im Modellahr 2016.
Coole Karre: Chevrolet Camaro Cabrio im Modellahr 2016.

Wie bei einem offenen Camaro üblich verfügt auch die Neuauflage über ein variables Stoffdach, welches sich nunmehr vollständig elektrohydraulisch per Knopfdruck öffnen und schließen lässt. Neben der Möglichkeit, diesen Vorgang von innen auszulösen, gibt es außerdem noch die Option, den Verdeckmechanismus per Fernbedienung zu aktivieren. Das Konglomerat aus mehreren Lagen Stoff und einem komplizierten Faltgestänge verschwindet dann vollständig und sauber geschützt zwischen Fahrgastzelle und Kofferraum unter einer Plastikabdeckung. Der Verdeckmechanismus funktioniert auch während der Fahrt bis maximal 50 km/h.

Aufgewertetes Interieur

Schmuck und modern präsentiert sich auch der Innenraum des offenen Camaro. Der 2+2-Sitzer bietet dank reichlich Chromzierrat mehr Premium-Flair als bisher, während im Kombiinstrument ein großes Digitaldisplay zum Einsatz kommt, welches vielfältige Anzeigemodi erlaubt. In der Mittelkonsole befindet sich ein großer Touchscreen des zeitgemäß aufgestellten Infotainment-Navisystems. Etwas bedauerlich vielleicht: Der Handbremshebel ist Geschichte, denn fortan wird im Camaro über einen kleinen Knopf die elektromechanische Parkbremse aktiviert. Den Freunden einer übersteuernden Fahrweise bleibt aber weiterhin der Heckantrieb.

Das Verdeck verschwindet beim neuen Chevrolet Camaro vollständig unter einer sauberen Abdeckung.
Das Verdeck verschwindet beim neuen Chevrolet Camaro vollständig unter einer sauberen Abdeckung.

Die Motorenpalette fürs Cabrio ist identisch mit der des Coupés. Entsprechend ist also auch hier Downsizing angesagt. Basisaggregat ist ein Vierzylinder, der mit rund 280 PS und 400 Newtonmetern Drehmoment einen Standardsprint in rund sechs Sekunden erlauben soll. Wichtiger allerdings: Der Verbrauch soll sich bei nur noch rund acht Litern auf 100 Kilometern bewegen. Doch keine Angst, es wird den Camaro auch weiterhin mit Hubraum satt geben. Alternativ wird ein 3,6-Liter-V6-Motor mit rund 340 PS und 385 Newtonmetern Drehmoment angeboten. Und aus der Corvette wurde der V8 mit 6,2 Liter Hubraum übernommen, der mit 461 PS und 617 Newtonmetern ungetrübte Muscle-Car-Freuden bieten kann. Das wird auch den Verbrauch betreffen, denn trotz Spritsparmaßnahmen wie der Zylinderabschaltung wird man wohl bei der Starkversion mit einem Verbrauch um 12 Liter leben müssen. Koppeln lassen sich die Motoren entweder mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe oder einer Achtgang-Automatik.

Das Cabrio des neuen Chevrolet Camaro sieht geschlossen fast aus wie das Coupé.
Das Cabrio des neuen Chevrolet Camaro sieht geschlossen fast aus wie das Coupé.

Das Camaro Cabriolet profitiert von Leichtbaumaßnahmen, einhergehend mit einer steiferen Karosserie. Demnach soll der Camaro bis zu 90 Kilogramm abgespeckt haben. Neue Brembo-Stopper sowie das adaptive Fahrwerk Magnetic Ride mit den vier Fahrmodi Schnee, Normal, Sport und Track dürften weitere Garanten für mehr Alltagstauglichkeit und mehr Fahrspaß sein.

Wann die neue Cabrio-Version des Chevrolet Camaro in Deutschland angeboten wird, steht noch nicht fest. Ende 2016 könnte es soweit sein. Ebenfalls noch ungewiss ist sein Preis, der sich allerdings am Niveau des Vorgängers orientieren dürfte: Derzeit kostet ein offener Camaro mit über 400 PS starker V8-Maschine rund 45.000 Euro.

(Bildmaterial: Chevrolet)


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