Peugeot 308 R Hybrid.
500 PS, drei Motoren: Hybrid-Bolide Peugeot 308 R Hybrid.

Modeerscheinung

Peugeot zeigt Power-Studie des 308 in Shanghai

Köln, 17.04.2015 – Derzeit sind 500 PS schwer in Mode in der Kompaktklasse, zumindest bei Konzeptfahrzeugen. Erst vor wenigen Tagen hat VW den [Golf als GTI Supersport mit 503 PS](https://www.pkw.de/ratgeber/autonews/vw-gti-supersport-zum-downloaden) vorgestellt. Jetzt kommt auch noch Peugeot mit dem 308 R Hybrid, der mit krasser Optik und 500 PS starkem Allradantrieb recht imposant in das Rampenlicht der Ende April 2015 startenden Shanghai Motorshow fahren wird.

mario
von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 17.04.2015

Einer anderen derzeitigen Mode entsprechend, verfügt der 308 R Hybrid über einen Plug-in-Hybrid-Antrieb, der sich aus einem 1,6-Liter-Benziner und zwei E-Motoren zusammensetzt. Während der Vierzylinder-Ottomotor 270 PS beisteuert, liefern die an Vorder- und Hinterachse montierten Stromaggregate jeweils 115 PS, was in der Summe 500 PS und 730 Newtonmeter Drehmoment ergibt. Die Fahrleistungen sind entsprechend: Glatt vier Sekunden dauert laut Peugeot der Sprint, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 250 km/h begrenzt.

Zweifarbig lackiert: Studie Peugeot 308 R Hybrid.
Zweifarbig lackiert: Studie Peugeot 308 R Hybrid.
Der 308 R Hybrid soll auch fahrwerkstechnisch gehobenes Performance-Niveau ermöglichen. Entsprechend haben die Franzosen den Unterbau überarbeitet. Unter anderem wurde die Spur um 80 Millimeter verbreitert, zudem kommen sehenswerte 19-Zoll-Räder zum Einsatz. Für Negativbeschleunigung sorgen vorne Bremsscheiben mit 380 Millimetern Durchmesser. Außerdem wurde Wert auf eine Achslastverteilung von 60:40 gelegt, weshalb die Batterie für die E-Motoren unter die Vordersitze wandern musste, während der 50 Liter fassende Benzintank im Kofferraum Platz fand.

Vier Fahrmodi

Für den 308 R Hybrid hat Peugeot vier Fahrmodi erkoren: Im Hot-Lap-Modus sind 500 PS angesagt, im Trackmodus 400 PS und 530 Newtonmeter, während der Road-Modus sich auf 300 PS und 400 Newtonmeter beschränkt. Außerdem gibt es noch einen ZEV-Modus, der rein elektrisches Fahren erlaubt. Meist übernimmt dabei der Heckmotor die Vortriebsarbeit, bei Bedarf kommt der vorne montierte E-Motor hinzu.

Auch optisch setzt sich der 308 R effektvoll in Szene. Auffällig ist eine Zweifarbenlackierung in Schwarz und Blau sowie einige Rotakzente in der Front und an den Rädern. Riesige Luftöffnungen in Front- und Heckschürze sowie in der Motorhaube, Schwellerverbreiterungen, Dachkantenspoiler und Diffusor runden das sehenswerte Optikpaket ab.

Wohl kein seriennaher Ausblick

Feines Leder, sympathische Textilien: Der Innenraum des Peugeot 308 R Hybrid.
Feines Leder, sympathische Textilien: Der Innenraum des Peugeot 308 R Hybrid.
Im Innenraum des Power-308 gibt es vier Schalensitze, die von einer Mittelkonsole auf gesamter Innenraumlänge voneinander getrennt sind und mit rotbraunem Leder bezogen wurden. Ein paar spezielle Textilmaterialien sorgen für zusätzlichen Schick.

So modisch der 308 R Hybrid auch daherkommen mag: Eine Aussicht auf einen Serienbau bietet der brutale Teilzeitstromer in seiner vorgestellten Form wohl nicht. Insofern wird er sich vermutlich auf den Laufstegen einiger Automessen zeigen, um dann wieder in der Asservatenkammer einzustauben. Auch so eine Mode der Autoindustrie.

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(Bildmaterial: Peugeot)


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