Einzig und gar nicht artig

Lazzarini Design will Fiat 500 zur Ferrari-Granate umbauen
Lazzarini 550 Italia Prototipo.
Extrem: Lazzarini 550 Italia Prototipo mit 550 PS starkem Ferrari-V8.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 14.04.2015

Köln, 14.04.2015 – Mit den Abarth-Varianten hat Fiat vom eigentlich schnuckeligen 500 einige wilde Feger im Angebot. Doch die Design-Firma Lazzarini wird das Abarth-Gepimpe bald ziemlich alt aussehen lassen, denn die Italiener wollen einen Fiat 500 mit einem potenten V8-Motor von Ferrari vermählen. Es wird nur ein Exemplar geben, welches für ein Mindestgebot von 550.000 US-Dollar (521.000 Euro) verkauft werden soll.

Die Bilder, die Lazzarini bereits auf dem Rechner vom 550 Italia Prototipo angefertigt hat, sind überaus eindrucksvoll. Zum einen zeigen sie ein ziemlich real wirkendes Pixelkunstwerk, zum anderen verspricht dieses geplante Einzelstück eine atemberaubende Optik mit großem Will-haben-Faktor.

Statt von einer Außenblechhaut muss man in diesem Fall von einer Außencarbonhaut sprechen, denn die um 35 Zentimeter im Vergleich zum normalen Fiat 500 verbreiterte Karosserie besteht aus eben jenem Leichtbaumaterial. Unter anderem will Lazzarini mit Carbonteilen das Gewicht des 550 Italia trotz der riesigen Achtzylinder-Maschine auf 850 Kilogramm senken.

Zweisitzer mit Riesenkraftwerk im Fond

Braucht viel Platz: Der V8 im Lazzarini 550 Italia.
Braucht viel Platz: Der V8 im Lazzarini 550 Italia.
Dabei wird der 500-Umbau zum reinen Zweisitzer degradiert, damit das gewaltige Ferrari-Aggregat überhaupt in das Heck hineinpasst. Zudem soll der Radstand um 25 Zentimeter verlängert werden. Das den gesamten Fondbereich ausfüllende Kraftwerk namens F136FB stammt übrigens aus dem Ferrari 458, wie auch der Antriebsstrang und das Getriebe. Im 550 Italia wird der V8-Motor 550 PS leisten, wobei Lazzarini auch eine Turboversion mit 730 PS realisieren könnte.

Zu den möglichen Fahrleistungen machen die Italiener noch keine Angaben, doch sollten diese ähnlich extrem wie beim 458 ausfallen. Zumindest in Hinblick auf die Sprintfähigkeit sollte ein ähnlicher Wert wie die 3,4 Sekunden des 458 möglich sein. Ob der 550 Italia allerdings für 325 km/h Höchstgeschwindigkeit taugt, darf bezweifelt werden. Wenngleich eine umfangreiche Fahrwerks- und Aerodynamik-Optimierung ein gehobenes Tempo jenseits der 250 km/h möglich machen sollte. Allein schon der gewaltige Heckflügel dürfte für viel Abtrieb sorgen.

 

Der 550 Italia ist italienische Lebensart pur, was auch in dem mit Rohrverstrebungen versteiften Innenraum deutlich werden soll. Bei Lenkrad, Sitzen und Armaturenbrett dominieren die Farben Rot, Weiß und Grün. 2016, so der Plan, soll der Rennzwerg fertig sein.

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(Bildmaterial: Lazzarini Design)


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