19.05.2015

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Triple-Bruder

VW Golf GTE Sport: Rennstrecken-Performer mit Null-Emissions-Modus
VW Golf GTE Sport
Feierte auf dem GTI-Treffen 2015 seine Weltpremiere: VW Golf GTE Sport.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 19.05.2015

Köln, 19.05.2015 – In Sachen Golf ging es auf dem GTI-Treffen 2015 hoch her: Erst wurde der [Vision GTI Supersport](https://www.pkw.de/ratgeber/autonews/vw-gti-supersport-zum-downloaden) fürs GTI-Treffen angekündigt, dann noch der [Azubi-Tuning-Golf Dark Shine](https://www.pkw.de/ratgeber/autonews/vw-gti-dark-shine) mit 395 PS und schließlich die seriennahe [Studie Golf GTI Clubsport](https://www.pkw.de/ratgeber/autonews/vw-golf-gti-clubsport-erste-infos) mit 265 PS. Allesamt klassische Fahrspaß-Maximierer. Zur Krönung überraschte dann VW das Partyvolk am Wörthersee noch mit dem futuristisch anmutenden Golf GTE Sport, der dank eines Motoren-Trios gleichermaßen als Rennwagen wie auch als Ökomobil taugt.

Der Name GTE besagt es bereits: Wie beim Serienpendant handelt es sich um einen Plug-in-Hybriden, der ebenfalls 50 Kilometer rein elektrischer Reichweite erlaubt. Wer möchte, könnte also emissionsfrei bis zur Rennstrecke stromern. Apropos Rennstrecke: Angesichts seiner enormen Kraft ist der Tripleherz-Golf nämlich auch bestens für die forcierte Gangart aufgelegt: Zum einen pochert hier ein vom Rallyefahrzeug Polo R WRC abgeleiteter 1,6-Liter-Vierzylinder mit 299 PS und 400 Newtonmetern Drehmoment. Allein dieser Benziner garantiert für sich gute Fahrleistungen. Die Studie hat außerdem noch zwei E-Maschinen mit jeweils 115 PS an Bord. Während das eine Stromkraftwerk im Gehäuse des DSG-Sechsgangsgetriebes 330 Newtonmeter beisteuern kann, mobilisiert ein zweites Aggregat an der Hinterachse weitere 270 Newtonmeter. Die Gesamtleistung aller drei Motoren wird von VW mit 400 PS und 670 Newtonmeter angegeben.

Heizen oder stromern

Live enthüllt: VW Golf GTE Sport auf dem GTI-Treffen.
Live enthüllt: VW Golf GTE Sport auf dem GTI-Treffen.
Entsprechend gute Fahrleistungen kann der Golf GTE Sport bieten: 4,3 Sekunden dauert der Sprint, während die Höchstgeschwindigkeit mit 280 km/h angegeben wird. Angesichts dieser Werte ist die Verbrauchsangabe von zwei Litern Benzin auf 100 Kilometer mehr als verblüffend. Allerdings resultiert dieser Wert aus dem speziellen Messzyklus für Plug-in-Hybride, der einen hohen Anteil rein elektrisch gefahrener Strecke mit einbezieht. Immerhin 50 Kilometer kann der GTE übrigens am Stück ausschließlich elektrisch gefahren werden. Danach müssen die Batterien wieder ans Ladekabel, oder man fährt allein mit der Vortriebskraft des Benziners weiter.

Optisch ist der GTE Sport nur ansatzweise als Golf erkennbar. In seinen Proportionen erinnert die Silhouette zumindest vage an den Liebling der Deutschen, doch ist der GTE Sport deutlich flacher und breiter. Auffällig ist das viele Sichtcarbon, welches auf die weitgehend aus diesem Leichtbaumaterial bestehende Karosserie hinweist. Große Luftöffnungen und recht böse wirkende Leuchtschlitze sorgen zudem für ein ebenso eigenständiges wie martialisches Auftreten. Als Ausblick auf einen neuen Scirocco wäre dieser Entwurf durchaus interessant. Als weitere Besonderheit bietet der GTE Sport nach oben klappende Flügeltüren, was für einen besonderen Wow-Effekt an der Boxengasse sorgt.

Rennwagen-Studie ohne Serien-Ausblick

Cockpit des VW Golf GTE Sport.
Cockpit des VW Golf GTE Sport.
Das Carbon-Thema ist optisch auch im Innenraum recht präsent. Hier bietet das Kraftpaket übrigens zwei Rennschalen-Einzelsitze, die durch eine breite Mittelkonsole voneinander getrennt sind. Der Fahrer sitzt regelrecht eingerahmt wie ein Rennwagenpilot, abgekanzelt vom Beifahrer. Ebenfalls rennwagentypisch ist das Steuer, bei dem man ob seiner Form eigentlich nicht mehr von einem Lenkrad sprechen kann. Der Fahrer blickt auf ein kompaktes und futuristisch leuchtendes Digital-Kombiinstrument.

Der Golf GTE Sport wurde offiziell als Studie deklariert, bei der sich die Frage stellt, wieviel Serie in ihm stecken könnte. Doch angesichts seiner extremen Technik und seiner martialischen Optik scheint es sich vor allem um ein Showcar zu handeln, welches höchstens einen vagen Auslick auf den Golf 8 bieten könnte.

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(Bildmaterial: Volkswagen)


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