Schöner Shine

Azubis verpassen VW Golf GTI 395 PS und ein feines Farbkonzept
VW Golf Dark Shine.
Feierte Mitte Mai 2015 auf dem GTI-Treffen seine Premiere: VW Golf GTI Dark Shine.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 18.05.2015

Köln, 18.05.2015 – VW hat einer handvoll Lehrlingen aus verschiedenen Ausbildungsbereichen die Möglichkeit gegeben, sich bei einem konkreten Fahrzeug-Umbau in Projektarbeit zu üben. Für PS-Fans entscheidender ist allerdings das Resultat: Ein schick aufgemachter Tuning-Golf, der sich mit stolzen 395 PS erstmalig auf dem GTI-Treffen am Wörthersee einer breiten Öffentlichkeit vorstellte.

Im Herbst 2014 wurde 13 Auszubildenden in Wolfsburg eine Rohkarosserie ausgehändigt, die in Anlehnung an den Golf GTI Performance und nach eigenen Vorstellungen optisch und technisch zum “Dark Shine” getauften Über-Golf umgebaut werden durfte. Damit sich dieses Projekt zudem öffentlichkeitswirksam auf dem GTI-Treffen am Wörthersee inszenieren ließ, wurde unter anderem das 2,0-Liter-TSI-Triebwerk auf 395 PS und 487 New­ton­meter Drehmoment umgearbeitet. Damit liegt der Dark Shine nur 5 PS unterhalb der für 2016 angekündigten Serienversion Golf R400.

Sieht nach Power aus: VW Golf Dark Shine.
Sieht nach Power aus: VW Golf Dark Shine.
Darüber hinaus wurde der leistungstechnisch aufgemotzte Azubi-Golf mit einer von Hand geschweißten Edelstahlabgasanlage mit vergrößerten Endrohrblenden sowie einer Carbon-Airbox aufgewertet. Zudem wurden Ladeluft­kühler sowie die Steuergeräte für den Motor und das Doppel­kupplungs­getriebe DSG auf die gehobenen Leistungsanforderungen hin angepasst. Fahrwerte für das Wörthersee-Projekt nennt VW nicht, doch sollten die 395 PS für eine Sprintzeit von gut 4,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von rund 280 km/h reichen.

Böses Grau, giftiges Gelb

Optisch wurde der Sonder-Golf mit einem Zwei-Farben-Konzept recht sehenswert in Szene gesetzt: Dabei wurde der Vorderwagen in Daytona-Grey-Metallic aufwändig in Handarbeit lackiert, während die hintere Fahrzeugpartie in R-Gelb-Perleffekt strahlt. Über die Motorhaube und bis zum hinteren Dachdrittel verlaufen zwei seitlich versetzte, pfeilförmige Zierstreifen, die ebenfalls in R-Gelb-Perleffekt lackiert sind. Auf dem hinteren Dachdrittel bis zum Dachspoiler sind die Dekorstreifen dann in Daytona-Grey-Metallic gehalten. Zusätzliche Streifen sowie Pfeile setzen außerdem an den Fahrzeugseiten Akzente.

Farblich auf die Außenhaut abgestimmt: Innenraum des VW Golf Dark Shine.
Farblich auf die Außenhaut abgestimmt: Innenraum des VW Golf Dark Shine.
Der Innenraum des Dark Shine greift das Farbkonzept in mehrfacher Weise auf: So wurden die Lederbezüge der Recaro-Sportschalensitze und der Rücksitzbank grau lackiert, während die Mittelbahnen mit titanschwarzem Alcantara überzogen wurden. Im Kontrast dazu sind die GTI-Schriftzüge auf den Sportsitzlehnen sowie die einfach oder doppelt ausgeführten Kappnähte in Gelb gehalten. Die Sportschalensitze werden zudem von einer gelben Biese dezent umrahmt. Das Lenkrad ist mit titanschwarzem Alcantara bezogen, dessen Zwölf-Uhr-Markierung, Nähte und Spange sind in R-Gelb ausgeführt, ebenso wie die umlaufenden Zierleisten und die Anzeigenadeln des Kombiinstruments.

Das wummert!

Passend für die Tuning-Party am Wörtersee wurde außerdem eine lautstarke Musikanlage verbaut. VW taxiert die Gesamtnennleistung auf 3.500 Watt. Diese klangliche Urgewalt wird auf acht Lautsprecher im Fahrgastraum sowie drei Subwoofer im Heckausbau losgelassen. Auch optisch wird das Audio-Spektakel besonders in Szene gesetzt: Die mittlere Subwoofer-Box wird von LEDs beleuchtet und ist partiell verglast, während die ebenfalls beleuchtete Endstufe unter Glas in den Kofferraumboden eingelassen ist. Der besondere Clou: Die Anlage lässt sich via Tablet auch außerhalb des Fahrzeugs steuern.

Klingt gut, oder?! Fehlt eigentlich nur noch die Ankündigung einer Sonderedition, die Fans sich kaufen können. Doch blieben Azubi-Umbauten fürs GTI-Treffen in der Vergangenheit leider Einzelstücke, was auch in diesem Fall das wahrscheinlichste Szenario ist.

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(Bildmaterial: Volkswagen)


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