Opel Ampera-e mit 500 Kilometern Reichweite

Der neue Elektro-Opel erscheint im Frühjahr 2017
Den Antrieb teilt sich der Ampera-e mit dem Chevrolet Bolt EV
Der Opel Ampera bietet viel Reichweite fürs Geld.
lukas
Einleitung von Lukas Thies, Redakteur bei PKW.de 09.11.2016

Elektroantrieb für die Massen – das verspricht Opel mit dem Ampera-e, der im Laufe des nächsten Jahres erscheinen soll. Das in Serie produzierte Elektroauto platziert sich preislich zwischen BMW i3, Teslas Model 3 und dem Nissan Leaf. Im Vergleich zur Konkurrenz soll der elektrifizierte Opel aber deutlich mehr Reichweite fürs Geld bieten – runde 500 Kilometer wurden hier genannt. Was der Ampera-e noch so alles kann, erfahren Sie hier.

Ampera-e – das neue Elektro-Serienauto von Opel

Bereits auf dem Pariser Autosalon 2016 konnten neugierige Gäste einen ersten Blick auf den frisch vorgestellten Opel Ampera-e werfen. Die Ankündigung einer Reichweite von 500 Kilometern machte schnell die Runde und konnte als Kampfansage in Richtung Elektro-Konkurrenz gewertet werden. Der BMW i3 bringt es auf 300 Kilometer, der Nissan Leaf auf 250 und selbst Teslas neues Model 3 soll nur 345 Kilometer weit fahren können. Die große Reichweite ist dem Elektroantrieb aus dem Schwestermodell Chevrolet Bolt EV zu verdanken. Der E-Motor wurde gemeinsam unter dem GM-Konzerndach entwickelt und bietet stolze 204 PS und ein Drehmoment von 360 Newtonmetern. In nur 7 Sekunden ist die 100-km/h-Grenze geknackt, die Höchstgeschwindigkeit ist allerdings auf 150 km/h begrenzt.

Vorstellung des Opel Ampera-e auf dem Pariser Autosalon
Vorstellung des Opel Ampera-e auf dem Pariser Autosalon

Große 60-kWh-Batterie und hohes Gewicht

Der Opel Ampera-e wird mit einer großen 60-kWh-Batterie ausgeliefert. Die 33 Zentimeter langen Zellen sind auf mehrere Pakete aufgeteilt und befinden sich im Boden des Fahrzeugs. Geschützt werden die Akkupakete durch einen robusten Stahlboden, der sich natürlich auf das Gewicht auswirkt. Ganze 1,6 Tonnen wiegt der Elektro-Opel, wovon allein 429 Kilo auf das Batteriesystem entfallen. In 30 Minuten soll die Batterie an einer Schnellladestation genügend Strom für 150 Kilometer geladen haben, nach einer Stunde ist der Akku bereits zu 80 Prozent gefüllt.

Die Reichweiten bekannter Elektroautos im Vergleich
Die Reichweiten bekannter Elektroautos im Vergleich

Im Innenbereich überzeugt der Ampera-e durch Geräumigkeit und Funktionalität. Opel hat es sich zum Ziel gesetzt, ein rundum praxistaugliches Elektroauto zu entwerfen. Laut Opel-Chef Karl-Thomas Neumann ist der Ampera-e kein Öko-Luxus oder reiner Zweitwagen, sondern soll als reichweitenstarkes Elektroauto ein großes Publikum vom Zukunftsantrieb begeistern können. Eine zukunftsweisende Ausstattung gehört natürlich dazu: Im Zentrum des Geschehens steht ein 10-Zoll-Monitor und natürlich ein Infotainmentsystem, mit dem sich via Apple Carplay oder Android-Auto mehrere Geräte verbinden können. Der Opel Onstar-Service verspricht darüber hinaus W-LAN für unterwegs.

Blick in den Innenraum des Opel Ampera-e
Blick in den Innenraum des Opel Ampera-e

Was wird der Ampera-e kosten?

Wer ein Elektroauto für die breite Masse verspricht, der muss natürlich auch einen massentauglichen Preis bieten. Voraussichtlich werden rund 34.000 Euro für den Ampera-e fällig, genauere Angaben folgen allerdings erst Anfang 2017. Teurer sind der BMW i3 sowie das Tesla Model 3, nur der Nissan Leaf kann den voraussichtlichen Preis des Elektro-Opels mit 29.265 Euro unterbieten. Vergleicht man allerdings die Reichweite, dann kriegt man mit dem neuen Opel wohl die meisten Kilometer fürs Geld.

(Bildmaterial: Opel Media)


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