Citroen

Alle Citroen-Modelle auf einen Blick

Citroën: Innovative Kraft und Tradition für einzigartige Mobilitätskonzepte

An der Schwelle zum 20. Jahrhundert unternahm der junge Franzose André-Gustave Citroën eine Reise nach Polen, um dort seine Verwandten mütterlicherseits zu besuchen. Es war das Jahr 1900 und in Paris beeindruckte die Weltausstellung ihr Publikum mit der Technik der anbrechenden Moderne. Dieselmotor, Tonfilm, Rolltreppe und die eigens zur Weltausstellung eröffnete Métro waren Errungenschaften der bewegten Periode um die Jahrhundertwende und Vorboten der rasanten technologischen Entwicklung der kommenden Zeit. Der damals 25-jährige Citroën war der Sohn eines Amsterdamer Uhrmachers, der sich in Paris niedergelassen hatte. Zur Zeit seiner Polenreise hatte er bereits ein technisches Studium an einer der Elitehochschulen Frankreichs absolviert. Es liegt nahe, dass der naturwissenschaftlich interessierte und geschulte junge Mann für den neuen Zeitgeist der Technisierung und Industrialisierung besonders empfänglich gewesen sein muss. Als er in Polen schließlich mit der Technik des Doppelwinkel-Getriebezahnrads bekannt wurde, beeindruckte ihn das so sehr, dass er es später in Paris patentieren ließ. Die charakteristische Struktur des Winkelzahnrads sollte ihn zeitlebens begleiten und zum Sinnbild seines Lebenswerks werden. Noch heutzutage ist es als Logo weltbekannt und erinnert als Markenkennzeichen auf jedem Automobil der Marke Citroën an die bewegte Gründungszeit des Unternehmens.

André-Gustave Citroën: Kreativer Geist und intelligenter Automobilbauer

In der Zeit nach der Jahrhundertwende entwickelte sich die berufliche Laufbahn des jungen Citroën schnell. Im Jahr 1905 gründete er mit drei Partnern ein Unternehmen zur Herstellung von Getrieben und schon 1908 wandte er sein Interesse der Automobilproduktion zu. Aufenthalte beim Fahrzeughersteller Mors und in den Produktionsstätten von Henry Ford waren nur Zwischenstationen auf dem Weg zur eigenen Automobilherstellung. Eine Episode als Munitionslieferant im Ersten Weltkrieg brachte schließlich das nötige Startkapital, um im Jahr 1915 mit dem Bau des ersten Automobils zu starten. Der Citroën Torpedo war das erste europäische Fahrzeug, das in Großserie und in Fließbandarbeit produziert wurde. Seine Ausstattung mit elektrischem Licht, elektrischem Anlasser und Reserverad war für die Zeit bahnbrechend. In der Folge leistete Citroën unermüdlich Pionierarbeit für die europäische Fahrzeugproduktion und förderte den Einzug des Automobils in den bürgerlichen Alltag:

  • mit der Einführung des Austausch-Ersatzteils und dem Konzept der Vertragshändler im Jahr 1920
  • als erster Anbieter von Leasing- und Leihwagen 1921
  • mit der Einführung der einjährigen Garantie für Neuwagen 1929

Automobile Technologie im Offroad-Belastungstest

Die Zuverlässigkeit und Belastbarkeit seiner Automobile stellte Citroën mit drei spektakulären Expeditionen unter Beweis. Im Jahr 1922 überwanden Citroën-Halbkettenfahrzeuge erstmals die Sahara zwischen Touggourt und Timbuktu. Es folgte 1924 eine weitere Durchquerung Afrikas von Colomb-Béchar bis Antananarivo, die als Croisière Noire Weltruhm erlangte und 1931 schließlich die Croisière Jaune, die zwischen Beirut und Peking durch das Himalaya-Gebiet führte. Die Tradition der Offroad-Abenteuer führt das Unternehmen bis ins 21. Jahrhundert fort und ist heutzutage der erfolgreichste Automobilhersteller in der Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft. 79 Rallye-Gesamtsiege, acht Herstellermeisterschaften und neun Fahrer-Weltmeistertitel zwischen 2004 und 2012 sichern den hervorragenden Ruf der Marke Citroën in der Welt des Automobilsports.

Der Preis des Erfolgs

Noch vor dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Citroën an der Entwicklung seines Traction Avant, eines frontangetriebenen Automobils auf der Basis einer selbsttragenden Karosserie. Die hohen Entwicklungskosten des Fahrzeugs und die zurückliegende schwierige Zeit der Weltwirtschaftskrise hatten das Unternehmen aber finanziell so in Mitleidenschaft gezogen, dass ein Konkurs unvermeidlich war. Im Jahr 1934 übernahmen die Gebrüder Michelin die Firma und es gelang ihnen mit umsichtiger Unternehmensführung, noch im gleichen Jahr die Serienproduktion des Traction Avant aufzunehmen. Den überwältigenden Erfolg des Automobils erlebte André-Gustave Citroën nicht mehr. Er starb am 3. Juli 1935 mit nur 57 Jahren in einer der Werkshallen des Unternehmens bei Paris.

Legendäre Modelle gelangen zu Weltruhm und prägen den Zeitgeist

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Citroën den Bau und die Entwicklung von Fahrzeugen fortführen und brachte Automobile auf den Markt, die bis zur heutigen Zeit legendär sind. Im Jahr 1948 startete die Produktion des Citroën 2CV, der in Deutschland als „Ente“ bekannt und beliebt wurde. Der Kleinwagen mit einem luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor wurde als funktionales, robustes und leicht zu bedienendes Fahrzeug konzipiert. Seiner unkomplizierten Technik verdankte er den günstigen Anschaffungspreis und niedrige Unterhaltskosten. In Deutschland erlangte die „Ente“ besonders in Studentenkreisen große Popularität und wurde zum Symbol des intellektuellen Protests gegen die bürgerliche Enge von Status- und Konsumorientierung. 1955 hielt mit der Einführung der Fahrzeuglinie DS die wahrhaft göttliche Verbindung zwischen technischer Innovation und überragendem Fahrkomfort Einzug in die Automobilproduktion. Der Lautgleichheit der Modellbezeichnung DS mit dem Begriff Déesse, dem französischen Wort für Göttin, verdankt die Limousine der oberen Mittelklasse ihre weibliche Anrede. Als Kombi oder Cabriolet wurde die DS als Nachfolgerin des Citroën Traction Avant bis 1975 gebaut. Das charakteristische Konstruktionsmerkmal der Serie ist die Funktion der Zentralhydraulik. Ihr ist nicht nur die überragende Federung des Automobils zu verdanken, sondern auch die lastabhängige Verstärkung der Bremskraft und die variabel einstellbare Bodenfreiheit.

PSA-Konzern: Französischer Charme im Doppelpack

Im Jahr 1975 wurde Citroën von seinem französischen Mitbewerber Peugeot übernommen. Unter dem Dach des PSA-Konzerns (PSA Peugeot Citroën) mit Sitz in Paris besteht die Partnerschaft bis in die heutige Zeit fort und umfasst sowohl die Fahrzeugproduktion als auch den Entwurf und die Entwicklung neuer Automobilkonzepte. In der Zeit nach 1975 waren die Modellreihen CX (bis 1991), XM (1989-2000) und C6 (2005-2012) Nachfolger der DS in der oberen Mittelklasse. Der Citroën C6 ist das bislang letzte Modell der oberen Mittelklasse. Seit Mitte der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts konzentriert sich das Unternehmen stark auf die Produktion von Klein- und Mittelklassewagen, Kompaktfahrzeugen, Vans und Utility-Fahrzeugen. Die aktuellen Citroën-Automobile sind Modelle der Linien C, DS (Premiumsegment) und die vielseitigen Utility-Fahrzeuge Nemo, Berlingo, Jumpy und Jumper.

In der C-Linie überzeugen die Kleinst- und Kleinwagen C1 und C3 seit Beginn der 2000er Jahre mit variablem Platzangebot, hoher Funktionalität und preisgekrönt sparsamen Motoren. Die Modelle C3 Picasso und C4 Picasso sind als Vans beliebte Familienfahrzeuge und der C4 Aircross bietet als kompakter SUV mit zuschaltbarem Allradantrieb auch bei schwierigen Straßenverhältnissen sicheren Fahrkomfort. Zu den Automobilen der 2010 gegründeten Premium-Untermarke Citroën DS zählen die Kleinwagen DS3 und DS4, die durch eine großzügige Grundausstattung und individuelles Design auffallen.

Die Attribute der Zukunft: Design, Funktion und ökologische Vernunft

Mit dem Citroën C-Zero hat der französische Automobilhersteller ein eigenes Elektrofahrzeug auf den Markt gebracht. Das wendige Kleinstfahrzeug ist ein echter Viersitzer. Das kompakte, quirlige Automobil ist schnellladefähig und optimal an die Ansprüche urbaner Mobilität angepasst. Zu den Vorzügen des kleinen C-Zero, der von Citroën liebevoll als „Stadt-Stromer“ bezeichnet wird, gehört nicht nur der ökologisch einwandfreie Antrieb, sondern auch die großzügige Ausstattung mit gängigen Attributen komfortabler Fahrzeugtechnik wie Klimaanlage und Heizung und CD-MP3-Radioanlage mit Bluetooth, USB-Anschluss und 4 Lautsprechern.

Zu den Innovationen der neueren Zeit zählt auch das außergewöhnliche Fahrzeugkonzept des Mini-SUV-Modells C4 Cactus. Die ideenreiche Gestaltung des kompakten Kombis konnte als i-Tüpfelchen modernen Designs punkten und wurde im Jahr 2014 mit einem Red Dot Award in der Kategorie „Product Design“ belohnt. Der intelligente Esprit des kreativen Designkonzepts findet in den einzigartigen Details der Innenraumgestaltung und in der innovativen Airbump-Technologie der Stoßfänger ihren Ausdruck. Die durchdachte Ergonomie des Innenraums überrascht mit der „Airbag in Roof“-Technologie und verlegt Fahrer- und Beifahrerairbag in den Dachhimmel. Ein geräumiges Handschuhfach tritt im Kofferdesign auf und ein Bordcomputer mit Touchscreen erfreut den technikbegeisterten Fahrer. Wehrhaft und augenzwinkernd charmant zugleich rüstet der C4 Cactus Front, Heck und Seiten mit stoßabsorbierenden Luftkapseln auf und wehrt allzu forsche Annäherungsversuche im Straßenverkehr mit überzeugender Individualität ab.

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