Opel Astra im Tarnkleid.
Die Proportionen erinnern an den Vorgänger, doch soll es sich bei der nächsten Astra-Generation um ein völlig neues Auto handeln.

Den Golf im Visier

Opel zeigt neuen Astra leicht getarnt und verrät einige Details

Köln, 06.05.2015 – Der aktuelle Opel Astra ist eine in mehrfacher Hinsicht interessante Alternative im Kompaktsegment, zumal man vergleichsweise viel Auto fürs Geld bekommen kann. Zu viel allerdings, wie man beim Blick auf die Waage feststellen muss. Vor allem in Hinblick auf das Gewicht war der Kompakt-Opel dem Golf unterlegen. Hinzu kommen veraltete Motoren und eine betagte Multimedia-Navi-Basis. Bald wird alles besser: Deutlich weniger Gewicht, neue Motoren und eine zeitgemäße Konnektivität kündigt jetzt Opel für den im Herbst 2015 startenden Astra an.

mario
von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 06.05.2015

Wie bei anderen Autoherstellern ist es auch bei Opel zur Mode geworden, wichtige Modellneuheiten einige Monate vor ihrer eigentlichen Premiere bereits in Tarnfolie vorgestellt. So auch dieses Mal mit dem Astra, der auf der IAA im September 2015 feierlich enthüllt werden soll. Damit das Premierenfieber bis dahin auf Temperatur bleibt, hat Opel einen mit Tarnfolie außen und innen verhüllten Prototypen vorgestellt.

Der neue Opel Astra unterwegs auf einer Testfahrt.
Der neue Opel Astra unterwegs auf einer Testfahrt.
Optisch erinnern die Proportionen der Neuauflage durchaus an den Vorgänger, doch im Detail dürfte das Blechkleid einen deutlichen Modernitätsschub vermitteln. Mehr Schick und Raffinesse versprechen die Rüsselsheimer. Wichtig aber: Die Außenabmessungen sollen sich im Vergleich zum Vorgänger um einige Zentimeter verringern. Trotz der leichten Schrumpfung soll sich das Platzangebot vor allem für die Passagiere beim Fünftürer verbessern. Während Fünftürer und der Kombi gesetzt sind, dürfte es für den GTC genannten Dreitürer übrigens schlecht aussehen, denn seine Verkaufszahlen waren enttäuschend.

Bis zu 200 Kilogramm weniger

Den wichtigsten Fortschritt wird der neue Astra beim Gewicht machen. Ob bei der Karosserie, dem Fahrwerk oder den Motoren: Der Astra hat mächtig abgespeckt. Um bis zu 200 Kilogramm sollen insgesamt eingespart worden sein. Abhängig von der Motorisierung können es auch weniger sein, im schlechtesten Fall sollen immer noch über 100 Kilogramm weniger auf die Waage kommen.

Das wird sich fraglos positiv auf das Handling auswirken, welches ein ausgewogenes und narrensicheres Fronttriebler-Verhalten verspricht. Vermutlich mit der derzeit üblichen Division von elektronischen Regelsystemen dürfte sich der Astra bei gehobenem Komfort leichtfüßiger, präziser und sicherer denn je um Ecken zirkeln lassen. Unter anderem auch dank einer optimierten Gewichtsverteilung. So wanderte die Starterbatterie in Richtung Tank.

Neue Downsizing-Motoren

Dank Tarnfolie bleiben die Designfeinheiten verborgen.
Dank Tarnfolie bleiben die Designfeinheiten verborgen.
Angesichts des geringeren Gewichts werden die neuen Antriebe Verbesserungen bei den Fahrleistungen und dem Verbrauch ermöglichen. Letzteres garantiert auch das Downsizing, denn der Astra wird deutlich von Opels jüngster Motorenoffensive profitieren. Wie schon bei anderen Mitbewerbern kommt dann als Basismotor ein turbogeladener Dreizylinderbenziner zum Einsatz. Opel wird eine Einliter-Maschine mit knapp über 100 PS in Kombination mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe anbieten. Wie bisher dürfte das Leistungsspektrum der normalen Varianten bis 200 PS reichen, die ein 1,6-Liter-Turbo-Vierzylinder zur Verfügung stellen wird.

1,6 Liter wird wohl auch bei den Dieselantrieben hubraumtechnisch das Maß der Dinge sein. Die Zweiliter-Aggregate sollten ausgedient haben, und der noch junge 1,6-Liter-Selbstzünder wird in vielen Leistungsstufen als Allzweckwunderwaffe für eine flotte und effiziente Fahrweise dienen. Selbstredend werden auch die Diesel die Euro-6-Abgasnorm erfüllen.

Onstar und Matrix-LED-Licht

Neue Hightech-Augen für den Opel Astra.
Neue Hightech-Augen für den Opel Astra.
Eine weitere Innovation wird das neue Matrix-LED-Licht sein. Bereits vor einigen Jahren wurde dieses bei Opel angekündigt und erstmalig beim Astra als über 1.000 Euro teure Option angeboten. Der Vorteil: Man wird hier mit einem große Bereiche ausleuchtendem Dauerfernlicht fahren können, ohne dass andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden.

Erstmalig wird beim Astra der Multimedia-Alleskönner Onstar zum Einsatz kommen. Neben vielen onlinebasierten Diensten wird es modernste Multimediafunktionen, einen großen Touchscreen und eine aufgeräumtere Mittelkonsole geben, die unter anderem einen Drehrückstellknopf und ein Touchpad als zentrale Bedienelemente beherbergen dürfte.

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(Bildmaterial: Opel)


Alle Artikel in: Autonews

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