LED-Matrix-Scheinwerfer beim Opel Astra.
Mehr Sicherheit, schickeres Design: Das LED-Matrix-Licht von Opel verspricht viele Vorteile.

Neuer Astra mit Luxus-Licht

Opels Kompakt-Star kommt Ende 2015 mit LED-Matrix-Licht IntelliLux

Köln, 12.05.2015 – LED-Licht in der Kompaktklasse? Ja, als Erster war damit der [Seat Leon](https://www.pkw.de/autokatalog/seat/leon) bereits 2013 unterwegs. Allerdings hat er damit nicht das bessere Licht, denn wirklich gut sind erst adaptive Systeme, wie sie zum Beispiel im Golf VII aktuell noch auf Xenon-Basis angeboten werden. Die Zukunft aber heißt: Adaptiv-Licht auf LED-Basis. Das gibt es bisher nur in der Oberklasse. Doch Opel wird die Matrix-LED-Technik bald auch in der Kompaktklasse anbieten. Die im Herbst 2015 startende [Neuauflage des Astra](https://www.pkw.de/ratgeber/autonews/opel-astra-in-tarnfolie) wird mit dieser viele Vorteile bietenden Technik unter dem Namen IntelliLux antreten.

mario
von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 12.05.2015

Neu sind solche mit sogenannter Matrix-Technologie aufgerüstete LED-Scheinwerfer nicht, doch kommen sie derzeit nur für teures Geld in teuren Autos wie dem Audi A8 oder dem Mercedes CLS zum Einsatz. Opel wird – vermutlich als erster Hersteller – die LED-Matrix-Technik auch in einem für Durchschnittbürger noch bezahlbaren Segment anbieten.

Der wichtige Vorteil von IntelliLux liegt in der Fähigkeit, die Länge des Lichtstrahls und die Verteilung des Lichtkegels automatisch und kontinuierlich jeder Verkehrssituation anzupassen. Um die Situation entsprechend einschätzen zu können, gibt es als Sensor deshalb eine Frontkamera. Fährt der Astra zum Beispiel aus der Stadt, was das Lichtsystem übrigens ohne Navi-Informationen erkennt, wechselt IntelliLux automatisch auf Dauerfernlicht, was, wie Untersuchungen der Technischen Universität Darmstadt belegen, einen deutlichen Sicherheitsgewinn mit sich bringt. So nimmt nach Aussage von Opel der Fahrer dank Dauerfernlicht bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h Objekte am Fahrbahnrand 30 bis 40 Meter früher wahr als mit statischem Abblendlicht. Steht ein Reh am Wegesrand, verschafft sich der Fahrer damit eine um rund 1,5 Sekunden längere Reaktionszeit.

Keine mechanischen Komponenten mehr nötig

Die untere Bildhälfte zeigt, wie der Gegenverkehr von IntelliLux ausgeblendet wird.
Die untere Bildhälfte zeigt, wie der Gegenverkehr von IntelliLux ausgeblendet wird.
Der Clou trotz Dauerfernlicht: IntelliLux blendet dabei nicht den Gegenverkehr. Um dies zu gewährleisten, muss die Matrix-Technik allerdings nicht, wie ähnliche Systeme auf Xenon-Basis, mit einer Mechanik die Bereiche ausblenden, sondern einfach nur Segmente ausschalten. Von denen hat IntelliLux in jedem Scheinwerfer acht. Erkennt also die Kamera entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge, werden einzelne LEDs deaktiviert. Entsprechend fahren die anderen Verkehrsteilnehmer damit kontinuierlich in „ausgeschnittenen“ Schattenbereichen. Der Rest der Straße und das weitere Umfeld bleiben hingegen gut ausgeleuchtet. Neben den unterschiedlichen automatischen Abblendlicht- und Fernlichtverteilungen bietet IntelliLux zudem einen speziellen Autobahnlicht-Modus, der die Sicherheit bei Nacht weiter erhöht. Darüber hinaus macht eine spezielle Welcome-Light-Funktion in der Dunkelheit das Einsteigen und Verlassen des neuen Astra komfortabler. Die LED-Technik bietet zudem zwei Durabilitätsvorteile: LEDs halten länger als Halogen- oder Xenonleuchten, und die Adaptivtechnik kommt ohne Mechanik aus. Außerdem sollen die Leuchten wieder kleinere Baugrößen bieten, was es Designern ermöglicht, die Augen in der Fahrzeugfront filigraner zu gestalten. Wie schick das aussieht, wird Opel erst in den nächsten Monaten verraten.

Billig wird IntelliLux nicht

Noch ist der neue Astra in Tarnfolie unterwegs.
Noch ist der neue Astra in Tarnfolie unterwegs.
Angesichts der Vorteile kann man eigentlich nur ein Fazit ziehen: Kaufen! Allerdings könnte der Kauf auch der eigentliche Knackpunkt an IntelliLux sein: Wer die Matrix-LED-Technik im Astra will, wird einen gewiss vierstelligen Preis zahlen müssen. Dabei wird Opel sich preislich vermutlich noch unterm Golf-Niveau bewegen. Der Wolfsburger bietet ein in seiner Funktionalität gleichwertiges System auf Xenon-Basis, für das man in seiner höchsten Ausbaustufe rund 2.000 Euro Aufpreis zahlen muss.

Lesen Sie hier mehr über den Opel Astra auf PKW.de

(Bildmaterial: Opel)


Alle Artikel in: Autonews

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