Opel Astra K.
Kann sich sehen lassen: Opel Astra K.

Gut gerüstet fürs Golf-Duell

Opel zeigt den neuen Astra ungetarnt und verrät viele weitere Infos

Köln, 01.06.2015 – Ein wenig wollte Opel uns noch hinhalten, doch heute wurden die ersten Bilder zum neuen Astra geleakt. Opel reagierte prompt und ließ die ganz offizielle, wort- und bildreiche Pressemitteilung zur Neuauflage des Kompaktklasse-Stars folgen. Jetzt können wir die volle Pracht des im Oktober 2015 startenden Astra K im Detail bewundern.

mario
von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 01.06.2015

Und wie man es von Opel seit einiger Zeit gewohnt ist, kann man da nicht meckern. Der Astra, der zunächst nur in seiner fünftürigen Ausführung vorstellig wird, ist eine zeitgemäße, wohlproportionierte und mit einigen Feinheiten gesegnete Erscheinung. Unter anderem dank hochmoderner Scheinwerfer (optional mit der Matrix-LED-Technik IntelliLux) und vieler feiner Sicken im Blechkleid wird sich der Astra noch ein Stückchen mehr als klassenloser Hingucker etablieren können.

Ein bemerkenswertes Detail sind die in der markant herausgearbeiteten Schulterlinie integrierten Türgriffe, was als besonders elegante, aber produktionstechnisch relativ kostenintensive Lösung gilt. Wie schon beim neuen Kleinstwagen Karl verzichtet Opel auch beim Astra auf den dramatischen sichelförmigen Schwung in der unteren Seitenlinie, der 2008 im damals neuen Insignia eingeführt wurde. Bereits vom Adam her bekannt ist ein schwarz lackierter Bereich der C-Säule, der eine optische Verlängerung der seitlichen Fenstergrafik bietet und damit das Dach ein wenig freischwebend wirken lässt.

Mehr Platz, mehr Schick

Auch in der Heckansicht neu: Opel Astra K.
Auch in der Heckansicht neu: Opel Astra K.

Obwohl mit 4,37 Meter etwas kürzer als sein Vorgänger, will Opel das Platzangebot im Innenraum des neuen Astra optimiert haben. Unter anderem werden das die Fondgäste durch eine höhere Beinfreiheit zu spüren bekommen.

Die Bilder geben auch einen guten Eindruck vom Cockpit, welches sich deutlich aufgeräumter und mit strengerem Schick präsentiert. Hochglanzoberflächen und feiner Chromzierrat sorgen sogar für eine recht noble Note. Statt der vielen Schalter in der Mittelkonsole präsentiert sich diese nun mit einem fein integrierten und groß dimensionierten Touchscreen, welcher unter anderem dank IntelliLink eine praktische Integration mit Smartphone-Funktionen erlaubt. Neu ist auch das Onstar-System, mit dem der Astra über LTE stets mit dem Internet verbunden ist und ein automatisches Notrufsystem bieten kann. Dank Onstar hat der Besitzer sogar die Möglichkeit, einige Funktionen, wie zum Beispiel die Türentriegelung, weltweit über Smartphone zu steuern.

Aufgeräumter und stilvoller kommt der neue Astra daher.
Aufgeräumter und stilvoller kommt der neue Astra daher.

Während Opel in der Mittelkonsole auf Schalter verzichtet, bietet das Dreispeichenlenkrad dafür deutlich mehr Möglichkeiten, einige Funktionen zu bedienen und dabei die Hände am Steuer zu behalten. Durch das neue Lenkrad blickt der Astra-Pilot auf vier klassische Rundinstrumente sowie einem größeren Farb-Infodisplay in der Mitte. Des Weiteren zeigen die Bilder gut konturierte AGR-Sitze (Siegel Aktion Gesunder Rücken) mit Klimafunktion sowie einen kleinen Hebel für die elektromechanische Feststellbremse. Ebenfalls neu: Statt eines Zündschlosses gibt es einen Startknopf.

Diverse neue Helfer

Sorgt für Dynamik: Die nach hinten aufsteigende Schulterlinie.
Sorgt für Dynamik: Die nach hinten aufsteigende Schulterlinie.

Darüber hinaus bietet der neue Astra noch einige nicht ganz so offensichtliche Neuerungen. Dazu gehören ein Verkehrsschildassistent sowie ein Spurassistent mit aktiver Lenkkorrektur. Eine Abstandsanzeige und ein Frontkollisionswarner mit automatischer Notbremsfunktion bis 60 km/h sorgen zusätzlich für Sicherheit. Ein praktischer Helfer ist außerdem der Abstandstempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Ebenfalls dem Fahrkomfort zuträglich ist der automatisch lenkende Parkassistent, der per Knopfdruck aktiviert werden kann und das Fahrzeug ohne Hände am Lenkrad in die Parklücke bugsiert. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs schaltet sich im Monitor zudem die Rückfahrkamera zu. Und der Totwinkel-Warner nimmt Gegenstände wahr, die sich nicht im Sichtfeld des Fahrers befinden.

Zunächst vier Benziner und drei Diesel

Über die Antriebe haben die Rüsselsheimer ebenfalls schon erste Details durchsickern lassen. Vor allem Downsizing ist hier angesagt. Allerdings hat es der alte 1,4-Liter-Vierzylinder-Saugbenziner mit 100 PS doch noch als günstige Basismotorisierung ins Portfolio geschafft. Etwas sparsamer und drehmomentstärker dürfte der Einliter-Dreizylinder mit 105 PS agieren, während ein 1,4er mit Turboaufladung und Einspritzung auf 145 PS kommt. Vorläufiger Höhepunkt wird ein 1,6er mit 200 PS sein. Wer vor allem effizient unterwegs sein will, sollte den neuen 1,6-Liter-Diesel bestellen, den es in den Leistungsstufen 95, 140 und 170 PS geben wird. Genaue Fahr- und Verbrauchswerte hat Opel noch nicht genannt, doch sollte sich der Astra angesichts der neuen Motoren und einer zum Teil deutlichen Gewichtsreduzierung (bis zu 200 Kilogramm) in Hinblick auf die Effizienz in der Kompaktklasse auf Topniveau bewegen.

Wohl nicht ganz Topniveau wird Opel wohl auch wieder bei den Preisen bieten. Hier dürfte der preisliche Abstand von über 1.000 Euro zum derzeit gut 18.500 Euro teuren fünftürigen VW Golf gewahrt bleiben. Mehr wird Opel spätestens bis Premiere auf der IAA im September 2015 verraten.

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(Bildmaterial: Opel)


Alle Artikel in: Autonews

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