Turbo für die Allrad-Elfer

Ab Januar 2016 gibt es für den 911 Carrera 4 und den Targa 4 Turbomotoren und eine erweiterte Serienausstattung
Der Porsche 911 im Modelljahr 2016
Zum Modelljahr 2016 präsentiert Porsche die allradgetriebenen Carrera- und Targa-Modelle des Neunelfer in überarbeiteter Form.
svetlana
Einleitung von Svetlana Haffner, Redakteurin bei PKW.de 07.10.2015

Köln, 07.10.2015 – Zum Modelljahr 2016 wertet Porsche den allradbetriebenen 911 auf. Neben innovativen Turbo-Boxermotoren gibt es für den Carrera 4 und den Targa 4 einen weiterentwickelten Allradantrieb sowie eine erweiterte Serienausstattung. Die neuen Modelle kommen Ende Januar 2016 in den Handel. Die Verbesserungen sind für einen leichten Preisanstieg verantwortlich, sodass der Einstieg in die allradgetriebene Elfer-Welt erst ab 103.983 Euro möglich sein wird.

Lange mussten Fans der allradgetriebenen 911-Modelle auf einen Turbo-Boxermotor warten. Doch das hat nun ein Ende: Zum Modelljahr 2016 spendieren die Stuttgarter dem Carrera 4 und dem Targa 4 eine Modellpflege und damit endlich stärkere, aber effizientere Turbomotoren, ein neu abgestimmtes PASM-Fahrwerk, das bei allen Carrera-Modellen serienmäßig an Bord ist, und obendrein einen weiterentwickelten Allradantrieb. Letzterer wird nun elektrohydraulisch gesteuert und reagiert noch schneller und feinfühliger. Die neue Elfer-Generation bietet damit eine verbesserte Spurtreue bei ausgeprägt dynamischer Fahrweise. In Verbindung mit dem adaptiven, um 10 mm tiefergelegten PASM-Fahrwerk (Porsche Active Suspension Management) profitieren Fahrer von einer gesteigerten Stabilität während schneller Kurvenfahrten. Mehr Agilität beim Einlenken verspricht die aktive Hinterachslenkung, welche aus den Modellen 911 Turbo und 911 GT3 übernommen wurde und für den Carrera 4S optional erhältlich ist.

Ausgestattet mit der aktiven Hinterachslenkung (optional) zeichnet sich der Carrera 4S durch höhere Fachstabilität aus
Ausgestattet mit der aktiven Hinterachslenkung (optional) zeichnet sich der Carrera 4S durch höhere Fachstabilität aus

Dank der Bi-Turbo-Aufladung sind die neu entwickelten Boxermotoren fortan leistungsfähiger als die bisherigen Aggregate bei gleichzeitig geringerem Durchschnittsverbrauch. So realisiert das Dreiliter-Sechszylinder-Triebwerk beispielsweise im Carrera 4 und im Targa 4 370 PS (272 kW), die mit einem Drehmoment von 450 Nm auf die Räder gebracht werden. Bei den S-Modellen hingegen steigt die Leistung dank Turboladern mit geänderten Verdichtern und abgestimmter Motorsteuerung auf satte 420 PS (309 kW) und das Drehmoment auf 500 Nm.

Der Porsche 911 Targa 4 sprintet jetzt mit 370 PS über die Fahrbahn.
Der Porsche 911 Targa 4 sprintet jetzt mit 370 PS über die Fahrbahn.

In Verbindung mit dem neuen Allradantrieb erreicht der Carrera 4 nun erstmals bessere Beschleunigungswerte als seine hinterachsgetriebenen Pendants: Je nach Ausstattung und Modell sind Werte von 4,1 bis 3,8 Sekunden möglich, um den 911 von 0 auf Tempo 100 spurten zu lassen. Ebenfalls in Abhängigkeit von der Ausstattung soll der Durchschnittsverbrauch je nach Modell um bis zu 1,2 l/100 km gesunken sein.

Das neue Heck des Porsche 911 Carrera 4S.
Das neue Heck des Porsche 911 Carrera 4S.

Die Allradmodelle setzen sich nun noch stärker durch eigenständige Merkmale von den hinterradgetriebenen Exemplaren ab: So wirkt z. B. das Leuchtband zwischen den Heckleuchten jetzt besonders plastisch aufgrund seiner betont dreidimensionalen Form. Des Weiteren verfügen die Modelle über einen neu gestalteten Heckdeckel mit vertikalen Lamellen und neuen Heckleuchten sowie über schalenlose Türgriffe.

Das Cockpit des Carrera 4S mit dem neuen Lenkrad und dem sieben Zoll großen Multitouch-Display in der Mittelkonsole.
Das Cockpit des Carrera 4S mit dem neuen Lenkrad und dem sieben Zoll großen Multitouch-Display in der Mittelkonsole.

Das Connectivity- und Infotainment-System PCM wurde vollständig neu entwickelt und ergänzt fortan die Serienausstattung der neuen Elfer-Generation. In der Mittelkonsole befindet sich ein nun sieben Zoll großer Multitouch-Bildschirm mit neuen Funktionen. Das ebenfalls serienmäßige Navigationssystem wurde überarbeitet und kann auch handschriftliche Eingaben verarbeiten. Zudem lassen sich Smartphones und Mobiltelefone via W-LAN, Kabel oder Bluetooth noch schneller und umfassender integrieren als bisher.

Die neuen Porsche 911 Carrera 4 und Targa 4 kommen in Deutschland Ende Januar 2016 in den Markt. Die Preise mit länderspezifischer Serienausstattung sehen wie folgt aus:

• 911 Carrera 4: 103.983 Euro
• 911 Carrera 4 Cabriolet: 117.073 Euro
• 911 Targa 4: 117.073 Euro

• 911 Carrera 4S: 118.144 Euro
• 911 Carrera 4S Cabriolet: 131.234 Euro
• 911 Targa 4S: 131.234 Euro

Lies hier mehr über den legendären Porsche 911 auf PKW.de!

(Bildmaterial: Porsche)


Weitere Artikel zu diesem Thema