Der millionste 911er rollt vom Band, leider als Einzelstück.

Eine Million 911er hat Porsche mittlerweile gebaut. Das Meisterstück aber bleibt unverkäuflich.
Sauber gestaltet kommt das Einzelstück daher.
Eigentlich ein ganz normaler Porsche? Nein. Ein Einzelstück, das es nie wieder geben wird.
jonas
Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 16.05.2017

Wenn Porsche ein Auto baut, stehen die Chancen gut, dass am Heck des Wagens drei magische Zahlen prangen: 911. Der 911er gehört zu den ganz großen Autos unserer Zeit. Und in diesem Monat feiert Porsche ein großes Jubiläum. Unglaubliche eine Million 911er hat Porsche ausgeliefert. Grund genug für die Zuffenhausener, den modernen Klassiker mit einem Sondermodell zu feiern, das, da gibt es gar keine Diskussion, wohl eine der schönsten Maschinen ist, die je aus einer Fabrikhalle gerollt sind. Trotzdem wird der Jubiläumswagen gehasst, und zwar aus gutem Grund: Es wird ihn nicht zu kaufen geben.

Porsches 911er ist eine Institution auf den Straßen der Welt

Ferry Porsche soll einmal gesagt haben, der 911er sei das einzige Auto, mit dem man „von einer Afrika-Safari nach Le Mans, dann ins Theater und dann über die Straßen von New York fahren könnte.“ Tatsächlich konnten Porsches sowohl Rallyerfolge feiern als auch auf den prestigeträchtigen Rennstrecken der Welt die Konkurrenz im Staub stehen lassen. Was aber jetzt aus den Werkshallen des Sportwagenherstellers gerollt ist, soll kein Auto für die Rennstrecke oder die Straße sein. Das Einzelstück ist für Porsches Museumshallen bestimmt. Zuerst darf der irischgrüne 911er aber auf Tour um die Welt gehen. Erste Station: Der Nürburgring.

Klassiker, modern interpretiert

Unter der Haube des millionsten Porsche steckt ein Carrera S, alles andere ist als Hommage an die 911er vergangener Tage gestaltet. Das Lüftungsgitter über der, natürlich hingen liegenden, Motorhaube erinnert an die Carreras der Siebzigerjahre. Die runden Scheinwerfer erinnern an die 993er der Neunziger, die Karosserieform bedient sich eindeutig bei der aktuellen 991-Modellpalette. Im Innenraum herrscht, überraschenderweise, fast schon britisches Understatement. Karierte Stoffsitze und elegante Holzapplikationen zusammen mit dem irischgrünen Lack erinnern an britische Roadster der Sechziger- und Siebzigerjahre.

Porsche 911er: Die Bilder

Man könnte noch so viel über den Jubiläums-911er sagen, aber besonders hier sagen Bilder mehr als Worte:

Die Typenbezeichnung ist, wie es sich für ein Sondermodell gehört, in Gold gehalten.
Die Typenbezeichnung ist, wie es sich für ein Sondermodell gehört, in Gold gehalten.
Im Innern des Millionsten 911ers dominieren Leder und Holz.
Im Innern des Millionsten 911ers dominieren Leder und Holz.
Das war Ferry Porsches Privat-911er. Die Ähnlichkeit zum Jubiläumsauto...
Das war Ferry Porsches Privat-911er. Die Ähnlichkeit zum Jubiläumsauto...
ist unverkennbar. Der Vorgänger wird wohl Modell gestanden haben.
ist unverkennbar. Der Vorgänger wird wohl Modell gestanden haben.
Nur ein dezentes Schild weißt auf den enormen Wert des Autos hin.
Nur ein dezentes Schild weißt auf den enormen Wert des Autos hin.
Keine unnötigen Spoiler verunstalten das Heck.
Keine unnötigen Spoiler verunstalten das Heck.

(Bildmaterial: Porsche Media)


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