Ein Porsche wie kein anderer: Der 911 RSR
Der Profisportwagen fühlt sich auf der Rennstrecke am wohlsten

Der schnellste 911 aller Zeiten

24 Stunden lang soll der 911 RSR ans Limit gehen

Porsche dominiert seit zwei Jahren die 24 Stunden von Le Mans. Mit dem 919, der in der Spitzenklasse LMP-1 antritt, konnte das Rennsportteam der Stuttgarter die Konkurrenz abhängen. Aber auch in den niedrigeren Klassen mischt Porsche das Feld auf: Der 911 RSR soll in der GTE-Klasse in der nächsten Saison für Spitzenplätze sorgen.

jonas
von Jonas Futschik, Redakteur*in bei PKW.de 25.11.2016

Motorsport am Limit

Die Rennserien dieser Welt stellen an die Fahrzeuge, die an ihnen Teilnehmen oft große Herausforderungen. Formel 1-Autos sind Wunderwerke der Technik, die auf dem Asphalt der Strecke den maximalen Grip liefern. Rallyeautos fühlen sich besonders im Dreck Zuhause und erzielen beeindruckende Zeiten auf losem Untergrund. Und die Boliden der amerikanischen Nascar-Serie sind eher Motoren auf Rädern als Autos. Eine der härtesten Rennsportdisziplinen sind die Ausdauerrennen, allen voran natürlich die legendären 24 Stunden von Le Mans. Jeder Autobauer, der etwas auf sich hält, bringt hier einen Wagen an den Start. Porsche tritt mit dem neuen 911 RSR an.

Funktion vor Ästhetik

Auch beim hochspezialisierten 911 RSR weicht Porsche kaum von seiner klassischen Designsprache ab. Erst beim Betrachten des Hecks des Wagens fällt auf, dass der Rennwagen nicht für die Autobahn gebaut ist: Große Diffusoren sorgen, in Kombination mit dem vergrößerten, starr angebrachten Heckspoiler auch in engen Kurven für Bodenhaftung, die Heckschürze des Serien-911 wurde einfach abmontiert. Zwei große Auspuffrohre ragen wie Schornsteine aus dem Heck des Wagens.

Der Porsche der Profis

Die echte Rennmagie aber befindet sich im Innern des 911 RSR: Der Motor ist eine Neuentwicklung und schöpft aus nur 6 Zylindern ganze 510 PS. Auch bei der Karosserie geht Porsche pragmatische Wege: Weil es bei einem 24-Stunden-Rennen fast unweigerlich zu kleineren Zusammenstößen kommt, sind kleinere Schäden an der Außenhaut der Boliden eingeplant. Um die Aerodynamik nicht zu beeinträchtigen, können beschädigte Teile der Kohlefaserkarosserie einfach während eines Boxenstopps ausgetauscht werden.

Vorsicht auf der Rennstrecke

Heiliger Asphalt: Die Strecke in Le Mans. Hier soll der 911 RSR für den Sieg sorgen
Heiliger Asphalt: Die Strecke in Le Mans. Hier soll der 911 RSR für den Sieg sorgen

Der Porsche 911 RSR startet bei den 24 Stunden von Le Mans in der LM-GTE-Klasse. Allerdings sind während des Rennens auch die Fahrzeuge aus anderen Klassen auf der Strecke. Besonders die schnelleren Wagen der Klassen LMP-1 und LMP-2 können den langsameren GT-Klassen schnell gefährlich werden, wenn sie unerwartet zum Überholen ansetzen. Um das zu vermeiden, ist der 911 RSR mit einem glorifizierten Parksensor ausgestattet, der den Fahrer auch in der dunklen Nacht vor gefährlichen Situationen warnen soll.

Porsche hat große Erwartungen an den 911 RSR

Natürlich ist der 911 RSR nicht nur für ein Rennen ausgelegt: Für mindestens eine Saison soll der Rennwagen auf den Strecken dieser Welt unter Beweis stellen, dass die Ingenieure von Porsche nicht nur schnelle und schöne Autos bauen können, sondern auch solche, die unter den extremsten Bedingungen denen ein Fahrzeug ausgesetzt werden kann zuverlässig funktioniert. Ein Auto für einen ganzen Tag am Limit der technischen Machbarkeit zu bewegen stellt eine ganz besondere Herausforderung an Fahrer und Team dar. Mit dem 919 Hybrid, der in der Klasse LMP-1 an den Start ging, gelang Porsche bereits in den letzten 2 Saisons der Gesamtsieg. Der 911 RSR soll nun dafür sorgen, dass die Siegesserie des Stuttgarter Autobauers auch 2017 nicht abreißt. Sein Streckendebüt feiert er im Januar bei den 24 Stunden von Daytona in den USA.

(Bildmaterial: Porsche Media)


Alle Artikel in: Autonews

Bei denen mit * gekennzeichneten Links handelt es sich um Werbe- bzw. sog. Affiliate-Verlinkungen. Klicken Sie auf einen solchen Link und kaufen über diesen Link ein, erhalten wir von dem betreffenden Unternehmen hierdurch eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.