Schub-Karre

Audi TT Clubsport Turbo: Mit 600 PS zum Wörthersee
Audi TT Clubsport Turbo
Krasses Teil: Audi TT Clubsport Turbo dürfte für viel Aufmerksamkeit auf dem GTI-Treffen 2015 sorgen.
mario
Einleitung von Mario Hommen, Redakteur bei PKW.de 08.05.2015

Köln, 08.05.2015 – Der noch recht frische Audi TT der dritten Generation wird mit einer Studie geadelt, die Mitte Mai 2015 mit 600 PS und radikaler Muskeloptik den Fans auf dem GTI-Treffen am Wörthersee offene Münder bescheren dürfte.

Bereits optisch geht der Clubsport Turbo weit über das normale Maß dezenter Motorsport-Devotionalien hinaus. Die Font wurde mit einem besonders prominenten Singleframe-Kühlergrill mit Wabengitterstruktur, großen Luftöffnungen und vertikalen Schlitzen besonders aggressiv gezeichnet. Der Blick aus den LED-Matrix-Scheinwerfern ist zudem grimmig. Zusätzlich gibt es vertikale Luftschlitze an den hinteren Kotflügeln, während am Heck ein manuell verstellbarer Riesenflügel ob seiner schieren Größe an Potentaten wie den Porsche 911 GT3 erinnert. Schick: Die kleinen Farbkleckser in Orange als Kontrast zum hellgrauen Außenlack.

Die Optik ist angesichts der Leistung allerdings angemessen. Im Bug kommt der bei PS-Fans so beliebte Fünfzylinder mit 2,5 Litern Hubraum zum Einsatz. Der an ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelte TFSI-Benziner kann dank seiner Turboaufladung stolze 600 PS und 650 Newtonmeter Drehmoment mobilisieren. Damit sprintet der nur 1,4 Tonnen leichte, allradgetriebene Clubsport laut Audi in 3,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und soll für 310 km/h gut sein.

Mit genialer Verdichter-Technik

Für den Rennstreckeneinsatz optimiert: Audi TT Clubsport Turbo.
Für den Rennstreckeneinsatz optimiert: Audi TT Clubsport Turbo.
Ein wichtiges Innovationselement des Antriebsaggregats ist ein bereits im Jahr 2014 von Audi in TDI-Prototypen vorgestellter elektrisch angetriebener Verdichter für den Turbolader. Dieser bietet den Vorteil, spontan auf Maximaldrehzahl den Ladedruck zu erhöhen, wenn für den konventionellen Abgasturbolader zu wenig Antriebsenergie im Abgas zur Verfügung steht. Durch dieses Prinzip kann der herkömmliche Lader stärker auf hohe Ladedrücke und damit hohe Motorleistung ausgelegt werden. Damit gewährt der e‑Turbo spontanes Ansprechverhalten und kraftvolle Sprints aus niedrigen Drehzahlen. Ein Turboloch gibt es quasi nicht mehr.

Die extrem gute Performance soll im Fall des TT Clubsport Turbo auch akustisch beeindrucken. So verspricht Audi einen Hammer-Sound. Die Abgasanlage ist auf minimalen Gegendruck ausgelegt, gleich nach dem Renn-Schalldämpfer mündet eine Sidepipe ins Freie. Hoffentlich gibt Audi auf dem GTI-Treffen auch ein paar Live-Hörproben.

Gewindefahrwerk und Sicherheitskäfig

Schalensitze mit Alcantara in Orange: Audi TT Clubsport Turbo.
Schalensitze mit Alcantara in Orange: Audi TT Clubsport Turbo.
Vielleicht wird man den TT Clubsport einmal auf Rennstrecken erleben können, denn für den dortigen Einsatz ist die Powerkiste bestens gerüstet. Das im Vergleich zum Serien-TT um 14 Zentimeter breitere Kraftpaket steht auf schicken 20-Zöllern mit 275er-Serienbereifung. Die aus Karbon-Keramik gefertigten Bremsscheiben haben vorne 370 Millimeter Durchmesser. Ein Gewindefahrwerk erlaubt es zudem, die Trimmlage der Karosserie sowie die Zug- und Druckstufe der Dämpfer präzise zu justieren. Clever: Eine elektrische Liftfunktion schützt die Technik vor Beschädigungen durch Bordsteinkanten.

Apropos Schutz: Die Fahrgastzelle wurde innen mit einem Käfig aus Titanrohren verstärkt. Die Insassen können auf leichten Rennschalen mit orangefarbenen Veloursbezügen Platz nehmen. Die Türinnenverkleidungen und die Mittelkonsole wurden optisch mit großflächigen CFK‑Teilen aufgewertet, während ein rohrförmiger Griff mit Alcantaraeinlage zum Schließen der Türen dient. Und wie bei der Außenoptik haben innen auch ein paar weitere Orangeakzente an Luftausströmer und Gangschaltung Blickfänger-Funktion.

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(Bildmaterial: Audi)


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