VW C Coupé GTE.
Über fünf Meter lang: Mit der Studie C Coupé GTE gibt VW einen Ausblick auf den neuen Phaeton.

Phaeton-Pionier

VW stellt in Shanghai mit dem C Coupé GTE die neue Oberklasse vor

Köln, 20.04.2015 – Im März 2015 zeigte VW auf dem Genfer Autosalon die auf dem Modularen Querbaukasten basierende Studie Sport Coupé Concept GTE. Das viertürige Coupé war ein konkreter Ausblick auf die neue Generation des [Passat-Ablegers CC](https://www.pkw.de/autokatalog/vw/passat/cc). Gut sechs Wochen später legen die Wolfsburger die Studie C Coupé GTE nach, ebenfalls ein viertüriges Coupé. Das auf dem Modularen Längsbaukasten basierende Fahrzeug soll einen Ausblick auf den für 2016/17 geplanten Phaeton-Nachfolger bieten.

mario
von Mario Hommen, Redakteur*in bei PKW.de 20.04.2015

Die erste Generation des VW Phaeton blickt in ihrer nunmehr 13 Jahre andauernden Bauzeit auf eine recht durchwachsene Karriere zurück. In vielerlei Hinsicht hat man einen der Mercedes S-Klasse durchaus ebenbürtigen Oberklasse-Dampfer in der Gläsernen Manufaktur in Dresden auf die Räder gestellt, der trotz aller Hingabe bei den Absatzzahlen weit hinterher fuhr. Vielleicht lag dies auch an der Außenoptik, denn trotz der stattlichen Karosserie wirkte der Phaeton doch eher wie ein aufpolierter Passat.

Feierte in Shanghai seine Weltmpremiere: VW C Coupé GTE.
Feierte in Shanghai seine Weltmpremiere: VW C Coupé GTE.
Mit dem über fünf Meter langen C Coupé GTE könnte VW das biedere Image des Phaeton als XL-Passat abstreifen, denn das wuchtige Edelgefährt wirkt überaus wohlgeformt, bietet ein feines Sickenspiel im Blechkleid sowie einen höchst eleganten, coupéhaften Dachverlauf und eine breite, selbsbewusste Font. Auch das Heck mit fein in eine Chromspange integrierten Auspuffendrohren und schmalen, bis weit in die Flanken reichenden LED-Rückleuchten verleiht dem Viertürer eine eigenständige Prestige-Aura. Reiche mit Geltungsbewusstsein werden den technischen Bruder des kommenden Audi A8 gewiss mögen.

Coole Lounge-Atmosphäre

Und alle werden wohl den Innenraum des C Coupé GTE mögen, denn hier präsentiert sich den Gästen eine aufgeräumte Luxus-Lounge mit zukunftsweisender Bedien- und Anzeigetechnik. Drehschalter und Knöpfe gibt es am Arbeitsplatz so gut wie keine mehr. Stattdessen bietet das sehr aufgeräumte Cockpit diverse berührungsempfindliche Touchoberflächen und Displays. Statt auf Rundtachos blickt der Fahrer auf ein großes Display, welches neben fahrrelevanten Informationen auch einen großen Ausschnitt der Navikarte anzeigen kann.

Aufgeräumt und edel: Arbeitsplatz im VW C Coupé GTE.
Aufgeräumt und edel: Arbeitsplatz im VW C Coupé GTE.
Ansonsten herrscht hier eine moderne, wohnliche und etwas sterile Atmosphäre vor. In dezentem Umfang gibt es helles Holz, dazu viel helles Leder und einige Metalloberflächen. Im Fond gibt es zwei Einzelsitze, die durch eine breite Mittelkonsole voneinander getrennt sind. Der Mitteltunnel beherbergt ein Bedienfelddisplay für die Klimaautomatik, dank dem auch hier auf Schalter und Knöpfe verzichtet werden kann. Schick integriert wurden zudem große Displays in den Rückenlehnen der Vordersitze. Trotz des Coupédachs sollen auch größere Menschen hinten ausreichend viel Kopffreiheit genießen können. Außerdem wird ihnen dank eines großen Glasdachs auch ein besonderer Ausblick geboten.

Kleiner Motor, kleiner Durst

Prestigereiches Ende: VW C Coupé GTE.
Prestigereiches Ende: VW C Coupé GTE.
Antriebsseitig ist der derzeit im VW-Konzern angesagte Mix aus Downsizing-Verbrennungsmotor und E-Antrieb angesagt. Neben einem Zweiliter-TSI mit 210 PS kommt noch ein elektrischer Motor mit 124 PS zum Einsatz. Zusammen bringen sie 245 PS und 500 Newtonmeter in den Vortrieb. Arbeitet der E-Motor allein, ist eine Reichweite von 50 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h möglich. Sorgen beide Motoren für Vortrieb, kann die Studie laut VW in 8,6 Sekunden aus dem Stand sprinten und 232 km/h schnell werden. Angesichts der 22 Zoll großen Räder mutet dies recht bescheiden an, wie auch der Verbrauch, der bei 2,3 Litern Benzin auf 100 Kilometer liegen soll. Dies ist allerdings ein verzerrend niedriger Wert, der dem praxisfernem Messzyklus für Plug-in-Hybride geschuldet ist.

Lesen Sie hier mehr über den VW Phaeton auf PKW.de

(Bildmaterial: Volkswagen)


Alle Artikel in: Autonews

Bei denen mit * gekennzeichneten Links handelt es sich um Werbe- bzw. sog. Affiliate-Verlinkungen. Klicken Sie auf einen solchen Link und kaufen über diesen Link ein, erhalten wir von dem betreffenden Unternehmen hierdurch eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.