VW Sharan: Von der Idee zum beliebtesten Minivan Deutschlands

Minivans sind meistens nicht besonders aufregend. Der Sharan zeigt, dass Autos aber gar nicht exotisch sein müssen, um hervorragend zu funktionieren.
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Einleitung von Jonas Futschik, Redakteur bei PKW.de 01.10.2018

Kein Auto kann wirklich alles, aber es gibt Fahrzeuge, die eine bestimmte Sache extrem gut machen. Wo ein Porsche seinem Fahrer Geschwindigkeit vermittelt, sagt eine Limousine: Hier fährt jemand, der Geld hat und Luxus mag. Und der Minivan? Der ist eben besonders gut darin, Familien zu transportieren. Sei es nur ins nächste Kino, oder sei es einmal rund um die Welt. Der VW Sharan ist schon seit mehr als zwei Jahrzehnten der Deutschen liebster Minivan. Warum das so ist, hat PKW.de für Sie herausgefunden.

In Frankreich baut man interessante Autos. Das soll nicht heißen, dass sie besser sind. Autos wie der Renault Espace oder Citroën C4 stechen zwar selbst heute noch aus der Masse hervor, wenn man einen von ihnen fahren muss, bringt das interessante Design aber nicht viel. Es ist eigentlich wie immer: Frankreich tut Dinge mit Leidenschaft und geht neue Wege, während in Deutschland daran gearbeitet wird, ein bestehendes Konzept zu perfektionieren. Da wäre zum Beispiel der VW Sharan. Der Minivan aus Wolfsburg wird seit 1995 produziert und sieht heute eigentlich noch fast genau so aus wie damals. Was von außen arg unspektakulär ist, wurde im Inneren und unter der Haube mit jedem Facelift und jedem neuen Modelljahr konsequent weiterentwickelt und verbessert. Der VW Sharan ist kein schnelles Auto. Er ist kein interessantes Auto und niemand wird sich nach dem Minivan umdrehen. Wer aber viele Menschen komfortabel und sicher von A nach B transportieren will, findet kaum ein besseres Fahrzeug.

Bei der Entwicklung des VW Sharan und seiner Brüder von Ford und Seat war das Konzept des Minivans bereits mehr oder weniger ausgereift. In Europa hatte der Renault Espace den Anfang gemacht und mit dem Voyager und Aerostar hatten sowohl Chrysler als auch Ford ein Modell am lukrativen europäischen Markt etabliert. Die Idee an sich war simpel: Mehr kinderreiche Familien brauchen mehr Sitze in ihren Autos. Wer keinen Transporter fahren wollte, musste auf einen Minivan zurückgreifen.

Der VW Sharan war für Volkswagen damals unbekanntes Terrain

Volkswagen ist eigentlich nicht für große Autos bekannt. Mit einer prominenten Ausnahme: Die T-Serie ist auf der ganzen Welt beliebt. Die Transporter der ersten und zweiten Generation sind mittlerweile begehrte Sammlerobjekte und die Nachfolger des “Hippiebusses” werden immer dann eingesetzt, wenn ein effizienter und zuverlässiger Transporter gebraucht wird. Trotzdem: “Mini” ist eine Bezeichnung, die man für die T-Serie noch nie guten Gewissens benutzen konnte.

Trotzdem: Die Entwicklung einer für die Wolfsburger komplett neuen Fahrzeugklasse konnte durchaus ein finanzielles Risiko darstellen. Darum holte man sich Ford ins Boot. Zusammen mit den Amerikanern gründete man das Unternehmen Autoeuropa Automóveis, das in Portugal die Entwicklung und Produktion des neuen VW Sharan übernehmen sollte. Die Entwicklungsziele waren simpel definiert, aber schwer umsetzbar: Außen kompakt, aber mit genug Platz für 7 Personen, sollte der neue Minivan daherkommen. Sparsam sollte er sein, aber nicht untermotorisiert. Außerdem sollte er auf den ersten Blick als VW zu erkennen sein. Am Ende dieser Entwicklung standen nicht nur der Sharan, sondern auch seine Cousins: Der Seat Alhambra war fast baugleich, der Ford Galaxy war zumindest eng mit dem europäischen Duo verwandt. Alle drei Fahrzeuge wurden im neuen Werk von Autoeuropa in Portugal gebaut und nach ganz Europa verschifft. Für das Design des Ur-Sharan zeichnet sich der amerikanische Designguru Greg M. Greeson verantwortlich.

Kombi, Minivan oder Van?
Die Abgrenzung verschiedener Fahrzeugklassen ist manchmal etwas schwierig, denn nicht immer kann man klare Grenzen ziehen. Ein Minivan lässt sich am besten durch sein hohes Dach und die flexible Auslegung des Innenraums definieren. Meistens basieren diese Fahrzeuge auf einem kleineren Modell. Vans hingegen sind meistens Nutzfahrzeuge, die zum Pkw umgebaut werden können. Der [VW T5](https://www.pkw.de/autokatalog/vw/t5) ist wohl das prominenteste Beispiel für diese Fahrzeugklasse. Kombis sind flacher als Minivans und haben meist eine längere Motorhaube, was für mehr Sicherheit sorgt. Kombis dienen oft als Grundlagenplattform für Minivans.

Der Sharan auf dem neuen alten Markt für Minivans

VW traf mit dem Sharan offenbar einen Nerv, denn kurz nach seiner Vorstellung 1995 flog er nur so von deutschen Händlerparkplätzen. Ein paar Jahre später war er schon der meistgekaufte Minivan auf dem deutschen Markt. Dabei war der Start für den People Carrier alles andere als einfach: Um bei der Entwicklung Geld zu sparen, wurden viele Teile aus der aktuellen Produktion von VW einfach wiederverwertet. Wenn man allerdings Bremsen, Getriebe oder Stoßdämpfer aus dem viel leichteren Golf in einen fast 2 Tonnen schweren Van verpflanzt, ist der Ärger fast schon garantiert. Es folgten Rückrufe, wütende Kunden und eine kleine Delle in Volkswagens gutem Ruf. Interessant: Der genau baugleiche Seat Alhambra hatte dieselben Probleme, aber weil er 1000 Euro günstiger und nicht mit einem VW-Emblem verziert war, schienen die Kunden weniger von ihrem Auto zu erwarten. „Ist halt ein Seat, der geht schon mal kaputt“, so die landläufige Meinung.

Erfolgreicher Marktstart trotz Schwächen

Abgesehen von den Qualitätsproblemen vereinte die erste Generation des VW Sharan alle Qualitäten eines Volkswagens: Von außen kam er unauffällig (und für einen Minivan relativ elegant) daher, innen herrschte die VW-typische Designphilosophie, die viel Wert auf die Balance zwischen Form und Funktion legt. Plastik dominierte zwar auch damals den Innenraum, aber schon in den Neunzigern hatte VW großes Talent dafür, die Plastikwüste ansprechend wirken zu lassen. Man merkt zwar, dass man nicht in einem Mercedes sitzt, aber man fühlt sich sofort zu Hause. Als Fahrer sitzt man hoch und bequem, Fondpassagiere können sich über Platzmangel nicht beschweren und so mancher Sharan musste auch schon als Umzugslaster, Wohnmobil oder Liebesnest herhalten. Und manchmal wurde er sogar gefahren. Dann bot er durchdachte Raumkonzepte für alle Insassen. Überall konnten Fahrer und Beifahrer Dinge ablegen, es gab mehr Becherhalter, als irgendjemand jemals brauchen konnte, und selbst bei voller Besetzung bot der Minivan genug Platz für einiges Gepäck.

Ein Sharan ist kein Aventador: Untermotorisiertes Dickschiff?

Von Anfang an wurde er von kompetenten, aber unspektakulären Motoren angetrieben. Benziner und Dieselmotoren zwischen 90 und 174 PS standen zur Auswahl. Wer in unter 10 Sekunden die 100 km/h knacken wollte, wurde enttäuscht. Allerdings kaufte man einen Sharan nicht, um Rekorde zu brechen, sondern weil man einen VW besitzen wollte. Die Startschwierigkeiten des ersten Modells nahm man dafür gerne in Kauf. Aus dieser ersten Generation haben allerdings nur wenige Exemplare bis heute überlebt. Bei kaum einem dieser Gebrauchtwagen stehen weniger als 200.000 Kilometer auf der Uhr und man sieht ihnen an, dass sie ein langes und bewegtes Leben hatten, im Laufe dessen sie Menschen durch ihre Leben bewegt haben. Die vielen Tausend anderen Exemplare dieser Ära sind über die Jahre der Altersschwäche, Rückrufen oder Unfällen zum Opfer gefallen.

Sicherheitsbedenken der ersten Jahre

Apropos Unfälle: Bauartbedingt waren frühe Exemplare des VW Sharan keine wirklichen Sicherheitswunder. Die meisten Minivans haben eine sehr kurze Motorhaube und darum nur eine kurze Knautschzone. Auch waren die ersten Generationen nur spärlich mit Airbags ausgestattet. Fahrer und Beifahrer waren zwar geschützt, die Fondpassagiere mussten sich aber auf die Sicherheitsgurte verlassen. Spätere Exemplare konnten die magere Sicherheitswertung von nur 3 Sternen zwar etwas aufbessern, wirklich sicher sind Minivans aber in den seltensten Fällen. Wahrscheinlich ist das der Hauptgrund für die große Beliebtheit der SUVs.

Warum kaufen so viele Menschen SUVs?
SUVs liegen noch immer im Trend. Schon 2001 wurden in Deutschland 107.185 SUVs verkauft, 2012 waren es dann 491.119 und noch scheint die SUV-Welle ungebremst weiter zu rollen. Besonders junge, gut situierte Familien ziehen SUVs mittlerweile den Minivans vor. Natürlich hat diese Entscheidung auch etwas mit Sicherheit zu tun, aber der Lifestyle, der mit den großen Geländewagen verbunden ist, spielt wohl eine ebenso große Rolle. Die Idee, einen Ausflug in die Wildnis machen zu können, ohne das klimatisierte Auto verlassen zu müssen, spricht viele Menschen an. Einem Minivan sollte man schweres Gelände aber nicht zumuten.

Wie aus dem Spielzeug ein Auto wurde

Die Sharan Timeline
Die Sharan Timeline

Trotz aller Probleme war die erste Generation des VW Sharan ein voller Erfolg. Immer, wenn man in Deutschland einen Minivan kaufen wollte, kam man an VWs Angebot kaum vorbei. Kein Wunder also, dass Volkswagen dem Modell regelmäßig Facelifts verpasste und es mit neuen Technologien ausstattete. Auf der ganzen Welt liefen Oasis und Sinead O’Connor auf CD, und bald hielt der CD-Player auch im Sharan Einzug. Das Design wurde zwar immer wieder überarbeitet, im Grunde behielt man aber die grundlegende Form des Ur-Sharan bei.

Im Innenraum tat sich außerdem einiges, um die Sicherheit zu verbessern. Seit 2004 gehören Seitenairbags zur Standardausrüstung und auch die Klimaanlage hielt Einzug in alle Sharan-Modelle. Eine weitere Besonderheit: In Kooperation mit Princegas gab es eine offizielle Flüssiggasversion. Diese konnte sowohl mit Autogas als auch mit Superbenzin betrieben werden. Um Platz für den zweiten Tank zu schaffen, musste das Reserverad zwar weichen, dafür konnte man den Minivan ganze 730 Kilometer weit fahren, ohne auftanken zu müssen. Und das bei respektablen 9,6 Litern auf 100 Kilometern.

In den 15 Jahren der ersten Generation bekam der VW Sharan außerdem ein paar neue Motoren spendiert. Neben der Autogasvariante wurde die Palette um neue Benzinmotoren erweitert, von denen der stärkste ganze 204 PS leistete. Zwar konnte man so endlich die Beschleunigungszeit auf unter 10 Sekunden reduzieren, die stärkeren Benzin- und vor allem Dieselmotoren richteten sich aber vor allem an Autofahrer, die noch mehr Platz brauchten. Endlich konnte man mit VWs Minivan auch Anhänger ziehen, ohne sich in allzu große Gefahr zu begeben. Apropos Diesel: Damals, als der Selbstzünder noch als Heilsbringer gehandelt wurde, flogen die Dieselmodelle nur so aus den Autohäusern. Tja.

Damit auch jeder, der einen VW Sharan kaufen wollte, genau den richtigen bekommen konnte, gab es eine Vielzahl verschiedener Versionen. Die Trendline richtete sich an preisbewusste Käufer, denen Komfortfunktionen nicht besonders wichtig waren. Man bekam ein CD-Radio, eine Klimaanlage und sonst nicht viel. Dem gegenüber stand die Highline. 2003 kaufte Volkswagen den englischen Traditionsbetrieb Bentley, und offenbar lernte man von den Briten. Sogar im Sharan tauchten edle Holzapplikationen auf dem Armaturenbrett auf und schon im Jahr 2001 konnten VW-Fahrer sich von einer kruden Version des GPS-Navigationssystems leiten lassen, das heute aus keinem Gerät mehr wegzudenken ist. Sogar Fernseher in den Kopfstützen wurden in der Highline-Ausstattung verbaut. Wie viele dieser frühen Modelle als Gebrauchtwagen die Zeit überdauert haben, ist kaum abzuschätzen.

Die Volkswagen-Group
Die Volkswagen-Group

Volkswagen ist mit einigem Abstand der größte Automobilkonzern der Welt. Diese Marken sollten eigentlich das VW-Emblem tragen.

Der Sharan in Gegenwart und Zukunft

Als 1995 der erste VW Sharan vom Band lief, hätte sich wohl kaum jemand träumen lassen, was einmal aus dem Proto-Van werden würde. Das Ziel ist gleich geblieben, aber die Welt hat sich verändert. Der Minivan muss nicht mehr nur mit dem Kombi um seine Käuferschicht konkurrieren, in der Zwischenzeit ist das SUV stärker geworden und seit einigen Jahren buhlen auch die Crossover um die Gunst junger Familien.

Die spartanische Serienausstattung vergangener Jahre ist ebenfalls Geschichte: Zu den zwei Airbags der ersten Version gesellen sich 5 weitere, die die Insassen in den vorderen beiden Sitzreihen besser schützen sollen. Das Stabilitätsprogramm ESP, ein Berganfahrassistent, beheizbare Außenspiegel und natürlich elektrische Fensterheber waren noch in den Neunzigern nur den luxuriösesten Straßenkreuzern vorbehalten. Neben aktuellen Technologien spendierte VW dem Minivan auch ein paar Verbesserungen, die einfach die Lebensqualität mit dem Auto verbessern sollten. Unachtsame Kinder konnten nun nicht mehr mit den hinteren Türen geparkte Autos ruinieren, denn die werden nun aufgeschoben. Natürlich wurde der Wagen auch ein wenig größer. Dadurch verbesserte sich die Straßenlage und das Raumangebot.

Trotzdem ist die Zukunft des Modells ungewiss. Schon für das Modelljahr 2019 gab es Gerüchte, dass Volkswagen den Sharan auslaufen lassen will. Minivans verkaufen sich seit Jahren immer schlechter, sie werden schlicht und einfach von den SUVs verdrängt. Zusammen mit den Enthüllungen rund um den Dieselskandal gibt es bei VW Pläne, die Modellpalette grundlegend zu überdenken. Ob es auch danach noch einen Minivan aus Wolfsburg geben wird, oder ob der Sharan ersatzlos gestrichen werden soll, ist aber nicht klar. Autohersteller wie Tesla und Nissan beweisen aber, dass auch in der elektrischen Zukunft des Autos noch Platz für den guten alten Familientransporter bleibt. Selbst wenn VW die Modellpalette dramatisch verkleinern will, wird man den Familientransporter aber als Gebrauchtwagen noch lange bekommen können, denn kein anderer Wagen seiner Klasse wurde in Deutschland so häufig verkauft.

Was gibt es sonst noch?

Seat Alhambra

Eigentlich logisch, oder? Der Seat Alhambra ist im Prinzip nichts anderes als ein VW Sharan mit anderem Emblem. Beide wurden zur selben Zeit von denselben Menschen entwickelt und im selben Werk gebaut. Die Abweichungen sind minimal und beschränken sich größtenteils auf den Innenraum. Von außen muss selbst der Kenner einen Blick auf das Emblem werfen, um den Unterschied zu erkennen. Wer auf das VW-Emblem verzichten kann, bekommt mit dem Seat Alhambra also einen sehr kompetenten Minivan, der dazu, je nach Ausstattung, ein paar Tausend Euro günstiger sein kann.

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Ford Galaxy

Der VW Sharan und der Ford Galaxy waren einmal Brüder. Zusammen mit dem Seat Alhambra waren alle drei Autos das Ergebnis derselben Entwicklung. Das hat sich mittlerweile geändert, denn Ford arbeitet seit einigen Jahren stark an seinem Markenimage. Und das mit Erfolg: Der Ford Galaxy ist zwar ein Minivan, kommt im direkten Vergleich mit dem Sharan aber viel dynamischer daher. Dank Fords Ecoboost-Motoren ist er außerdem um einiges fixer auf 100 km/h als der verlorene Bruder aus Wolfsburg. Der Ford Galaxy ist also eine etwas sportlichere Alternative zum Sharan und kostet fast genau dasselbe.

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Mercedes R-Klasse

Wer etwas mehr von seinem Auto möchte, der sollte sich die R-Klasse von Mercedes-Benz einmal genauer ansehen. Der größte Vorteil dieser Alternative zum VW Sharan liegt auf der Hand: Er ist ein Mercedes und kommt mit all dessen Vorzügen daher. Ein Innenraum auf Spitzenniveau, komfortable Straßenlage und zugkräftige Motoren machen diesen Minivan zu einem echten Luxusgefährt. Wer viel Glück und Geld hat, kann vielleicht sogar eine der seltenen AMG-Varianten auftreiben. Dann rückt der Rekord auf dem Nürburgring in Reichweite. Die Mercedes R-Klasse ist ein großartiger Minivan mit zwei gravierenden Nachteilen: Erstens wird er seit 2017 nicht mehr produziert, ist aber als Gebrauchtwagen noch zu haben. Zweitens: Selbst wenn man eine günstige R-Klasse ergattert, sind die Reparaturrechnungen immer noch auf Mercedes-Benz-Niveau.

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Renault Espace

Der alte Rivale des VW Sharan gibt immer noch nicht auf. Der Renault Espace, gegen den der Wolfsburger Minivan von Anfang an konkurrieren sollte, erfreut sich besonders bei unseren westlichen Nachbarn immer noch größter Beliebtheit. Autos von französischen Herstellern haben hierzulande zwar keinen besonders guten Ruf, eine große Portion Charme kann man dem französischen Minivan aber nicht absprechen. Außerdem genehmigt sich selbst der größte Benziner nur 6,8 Liter auf 100 Kilometern, hievt das Dickschiff aber trotzdem in 7,6 Sekunden auf 100 hm/h. Für einen Minivan durchaus beeindruckend. Wer etwas Interessantes fahren will und eine Familie zu transportieren hat, der kommt um den Renault Espace kaum herum.

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Sharan oder nicht Sharan, das ist hier die Frage

Minivans verkörpern wie keine andere Fahrzeugklasse einen bestimmten Lebensstil. Kein anderes Auto sagt so deutlich: Die Familie geht vor. Auf Heckantrieb, Cabrioverdeck oder Ledersitze muss dann halt verzichtet werden. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass dieser Verzicht nichts Schlechtes sein muss. Das Auto ist dann kein Accessoire mehr, sondern eine Erweiterung der eigenen Heimat. Ein sicherer Hafen im Sturm, eine Spielwiese, ein Krankenzimmer oder ein Ferienhaus. Der VW Sharan mag ein ziemlich durchschnittliches Auto sein, aber als Minivan, der all diese Kriterien erfüllt, glänzt er stärker als ein Großteil der Konkurrenz.


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